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31.10.2014

17:59 Uhr

Apple-Konkurrent

Xiaomi strebt Bewertung von 40 Milliarden Dollar an

Xiaomi hat es in die Spitzengruppe der Smartphone-Hersteller geschafft. Der Konzern verkauft technisch hochgerüstete Geräte günstiger als die Konkurrenz. Nun strebt die Firma eine Bewertung von 40 Milliarden Dollar an.

Xiaomi-Chef Lei Jun hat ein großes Ziel: Mit Kampfpreisen will er den Smartphone-Markt aufrollen. Reuters

Xiaomi-Chef Lei Jun hat ein großes Ziel: Mit Kampfpreisen will er den Smartphone-Markt aufrollen.

New YorkDer chinesische Smartphone-Aufsteiger Xiaomi denkt laut einem Medienbericht für seine nächste Finanzierungsrunde über eine Bewertung von 40 Milliarden Dollar nach. Aktuell sei die Firma aus Peking noch in den Planungen, schrieb das US-Magazin „Forbes“ am Freitag unter Berufung auf informierte Personen. Zuletzt soll sich Xiaomi im vergangenen August Geld von Investoren zu einer Firmenbewertung von zehn Milliarden Dollar besorgt haben.

Die Bewertung bei Finanzierungsrunden entscheidet, welchen Anteil an dem Unternehmen ein Investor für sein Geld bekommen. Sie gilt auch als Richtmarke für mögliche spätere Börsengänge.

Xiaomi hat es in vier Jahren dank des Erfolgs im Heimatmarkt China in die Spitzengruppe der Smartphone-Hersteller geschafft. Der Hersteller baut technisch hochgerüstete Geräte und verkauft sie günstiger als die

Konkurrenz über das Internet. Im vergangenen Quartal wurde Xiaomi nach Berechnungen der Analysefirma IDC zur weltweiten Nummer drei im Smartphone-Geschäft mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent und 17,3 Millionen verkauften Geräten.

Smartphone-Markt im Wandel

Samsung weniger dominant

Samsung ist der mit Abstand größte Hersteller von Smartphones, doch die Dominanz bröckelt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der südkoreanische Konzern 78,1 Millionen Smartphones und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor, als er 85 Millionen Geräte absetzte. Der Marktanteil sank von 32,5 auf 23,8 Prozent, wie der Marktforscher IDC ermittelt hat. Wegen niedrigerer Verkaufspreise sinkt auch der Profit.

Apple setzt auf Premium

Apple hält seinen Marktanteil mit 12 Prozent weitgehend stabil. Der Absatz stieg deutlich auf 39,3 Millionen Geräte, wozu die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus einen deutlichen Beitrag leisteten. Weil der Konzern Premiumpreise verlangt, arbeitet er mit Margen, um die ihn die Konkurrenten beneidenk.

Xiaomi holt rasant auf

Im Westen ist Xiaomi kaum bekannt, doch in China ist der Smartphone-Hersteller äußerst populär. Dank dreistelliger Wachstumsraten ist das Unternehmen nun mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent drittgrößer Hersteller. Im dritten Quartal verkaufte er 17,3 Millionen Handys, wozu vor allem das Highend-Gerät Mi4 beitrug. Die spannende Frage: Kann Xiaomi auch im Westen Fuß fassen?

Lenovo wächst mit Motorola

Lenovo hat sich als PC-Hersteller einen Namen gemacht, drängt aber auch in den wachsenden Smartphone-Markt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der Konzern 16,9 Millionen Geräte, vor allem in Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Der Marktanteil betrug 5,2 Prozent. Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern weiter wachsen.

LG legt deutlich zu

Der koreanische Hersteller LG verkauft viele günstige Geräte, ist mit dem G3 aber auch im Premiumsegment vertreten. Im dritten Quartal verkaufte er laut IDC 16,8 Millionen Geräte und sicherte sich damit 5,1 Prozent des Smartphone-Marktes. Das Resultat: LG konnte zuletzt auch den Gewinn deutlich steigern.

Große Namen, kleiner Marktanteil

Jenseits der Top 5 finden sich viele bekannte Namen: Sony und Blackberry etwa, aber auch Microsoft als Käufer der Nokia-Gerätesparte. Auch der chinesische Hersteller Huawei zählt dazu. 48,6 Prozent des Marktes fallen in diese Sammelkategorie, die IDC nicht weiter aufschlüsselt.

Allerdings holte sich Konkurrent Lenovo mit dem Abschluss der Übernahme des US-Anbieters Motorola am Donnerstag den dritten Platz im Smartphone-Markt zurück. Lenovo und Motorola kamen im dritten Quartal zusammen auf 25,6 Millionen Computer-Handys und 8,7 Prozent Marktanteil.

Von

dpa

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