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10.04.2013

15:18 Uhr

Apple-Lieferant

Hon Hai mit schwachem iPhone-Absatz

Enttäuschung für Hon Hai Precision: Der Umsatz des Apple-Lieferanten brach in Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark ein. Diese Zahlen lassen indes auch auf nichts Gutes für Apple schließen.

Hon Hai enttäuscht mit schwachem iPhone-Absatz. Reuters

Hon Hai enttäuscht mit schwachem iPhone-Absatz.

TaipehDem Apple-Lieferanten Hon Hai Precision bekommt die starke Abhängigkeit von iPhones und iPads derzeit nicht gut: Der Umsatz brach im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf umgerechnet 20,6 Milliarden Euro ein, wie der taiwanische Konzern am Mittwoch mitteilte. Hon Hai macht etwa 60 bis 70 Prozent seiner Erlöse mit der Fertigung von Apple-Produkten. "Dies zeigt, dass Hon Hai zu stark von Apple abhängig ist", sagte Analyst Ming Chi Kuo von KGI Securities.

Die Zahlen des Hauptlieferanten lassen indes auch auf nichts Gutes für Apple schließen. Der US-Konzern hatte zuletzt mit mäßigen Verkaufszahlen beim iPhone enttäuscht. Im Weihnachtsgeschäft setzten die Kalifornier weniger Smartphones ab als erwartet. Im Wettbewerb mit Samsung Electronics droht der Konzern damit an Boden zu verlieren.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

Hon Hai war jüngst mit dem geplanten Einstieg bei der japanischen Elektronikfirma Sharp in die Schlagzeilen geraten. Ursprünglich wollten sich die Taiwaner mit zehn Prozent beteiligen, ließen die Pläne aber kürzlich wieder fallen.

Von

rtr

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