Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.01.2017

09:38 Uhr

Apple-Lieferant Qualcomm

US-Handelskommission verklagt Chipkonzern

Der Technologiekonzern Qualcomm liegt mit der US-Handelskommission FTC im Clinch: Der Chipkonzern soll unfairen Wettbewerb betrieben haben. Diesem Vorwurf sah sich der Apple-Lieferant schon einmal ausgesetzt.

Sein Konzern wird von der US-Handelskommission verklagt. AFP; Files; Francois Guillot

Qualcomm-CEO Steve Mollenkopf

Sein Konzern wird von der US-Handelskommission verklagt.

WashingtonDie US-Handelskommission FTC wirft dem Konzern Qualcomm, dessen Chips in vielen Smartphones für die Funkverbindung sorgen, unfairen Wettbewerb vor. In einer Klage in Kalifornien argumentierte die FTC am Dienstag, Qualcomm habe Hersteller dazu genötigt, höhere Lizenzen für seine Patente zu zahlen. Die fortlaufenden Chip-Lieferungen seien dabei ein Druckmittel gewesen. Qualcomm wies die Vorwürfe zurück.

Dass die FTC die Klage weiterverfolgen wird, ist dabei nicht sicher. In der Kommission sind derzeit nur drei von fünf Posten besetzt, die Republikanerin Maureen Ohlhausen, die demnächst den Vorsitz übernimmt, wurde von ihren zwei Demokraten-Kollegen überstimmt. Mit der anstehenden Neubesetzung der FTC-Sitze unter Donald Trump als Präsident könnte Qualcomm weniger Gefahr drohen.

In der FTC-Klage wird Qualcomm auch vorgeworfen, Apple habe in den Jahren 2011 bis 2016 günstigere Konditionen bekommen, für die Zusage, im iPhone keine Funkchips anderer Anbieter zu verwenden.

Qualcomm bestritt, mit einem Abbruch der Chiplieferungen gedroht zu haben, um unfaire Lizenzzahlungen zu ergattern. Die südkoreanischen Wettbewerbshüter hatten dem Chipkonzern im Dezember mit einem ähnlichen Vorwurf eine Strafe von 854 Millionen Dollar aufgebrummt.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×