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11.09.2013

06:15 Uhr

Apple präsentiert neue Modelle

Das Gar-nicht-so-billig-iPhone

VonChristof Kerkmann

Einmal schlicht, einmal bunt: Apple bringt zwei neue iPhones heraus, ein teures Spitzenmodell und ein günstigeres Gerät für den Massenmarkt. Auf ein echtes Billig-Handy verzichtet der iKonzern aber weiterhin.

Präsentation der neuen Modelle

Apple stellt neue iPhones vor

Präsentation der neuen Modelle: Apple stellt neue iPhones vor

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Düsseldorf/CupertinoViele Neuigkeiten hatten die einstigen Geheimniskrämer von Apple – früher berüchtigt für ihre sektenartige Verschlossenheit – nicht mehr zu bieten. Ein neues Spitzen-iPhone, eine günstigere Variante aus buntem Plastik: Über all das berichteten die Technik-Blogs und Medien bereits vor der Inszenierung am Dienstagabend. Doch eine Überraschung hatte der Konzern bei seiner Show doch zu vermelden. Das iPhone 5c, die Einsteigervariante des Smartphones, kostet in Deutschland 600 Euro. Mindestens.

Die Botschaft an die Kunden lautet: Ein iPhone kostet jetzt etwas weniger, wenn man nichts gegen Polycarbonat einzuwenden hat. Und die Botschaft an die Anleger und Analysten: Apple will seinen Marktanteil steigern, gerade in aufstrebenden Ländern wie China – aber nicht um jeden Preis und nicht auf Kosten der immer noch üppigen Marge. Der Konzern muss jetzt beweisen, dass das gelingen kann.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

Der iKonzern steht trotz prächtiger Gewinne unter Druck. Er verliert gegenüber der Konkurrenz an Boden. Gerade in schnell wachsenden Schwellenländern wie China sind die Geräte mit dem Apfellogo ein Luxus, den sich viele Menschen nicht leisten können oder wollen. Hier erobern Samsung und lokale Anbieter mit Billigmodellen den Markt, etwa Lenovo und Xiaomi, das Google jüngst einen Spitzenmanager abwarb. Ein abgespecktes iPhone könnte Apple helfen, im Fernen Osten wie auch im Westen neue Fans zu gewinnen und die wichtigste Sparte des Konzerns zu stärken.

Billigeres Modell: Apple stellt neues Plastik-iPhone vor

Billigeres Modell

Apple stellt neues Plastik-iPhone vor

Mit dem iPhone 5c wagt sich Apple erstmals in den Markt günstigerer Smartphones. Mit knalligen Farben sollen neue Kunden gewonnen werden. Die Plastik-Ausgabe des Vorgängermodells ist aber nicht wesentlich billiger.

Wer ein halbwegs günstiges Apple-Smartphone will, muss bislang zum Vorjahresmodell greifen. Künftig ist das anders: Das iPhone 5c ist ähnlich ausgerüstet wie das iPhone 5 (das künftig nicht mehr angeboten wird), bietet aber einige Verbesserungen und sieht mit einer bunten Plastikhülle neu aus. „Durch das sichtbar andere Design für das iPhone 5c minimiert Apple das Risiko, seine teureren Modelle zu kannibalisieren“, ist der Analyst Ian Fogg vom Marktforscher IHS überzeugt.

Kommentare (24)

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inquisitor

11.09.2013, 07:27 Uhr

glaubt wirklich jemand man braucht das? ist es für die menschheit so wichtig? welche arbeitsplätze werden damit gefördert und gesichert, hier in europa oder in amerika gar in afrika.
mit welcher volksverblödung werden derartige produkte hofiert. ist das mehr wert wie ganz normales kinderspielzeug für gross und klein? denkt jemand das wäre gar neue technik, nur weil man einen neuen chip einfügt? soll das etwa ein quantensprung sein?

nachdenken darüber hilft.

in wirklichkeit ist das "spielzeug" nichts weiter als ein neuer maketingjoke, der nicht wichtig ist fürs leben.

Account gelöscht!

11.09.2013, 07:29 Uhr

Wer soll denn den Schwachsinn kaufen?
Wenn das nicht die Gälfte vom normalen kostet, kauft das doch keiner.
Steve jobs wäre das klar gewesen.

Account gelöscht!

11.09.2013, 07:51 Uhr

Das kaufen die (Spät-) Pubertierenden scharenweise. Man ist ja sonst nichts mehr wert in dieser Gesellschaft. Samsung und HTC: pfui billig. Rest: asozial.

Herstellkosten des großen Lächerlichkeitsapfels: 30 €.

Dummheit stirbt nicht aus, insbesondere wenn sie von Jugend angefüttert wird. Siehe Autoindustrie.

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