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02.09.2014

04:43 Uhr

Apple prüft iCloud als Quelle

FBI schaltet sich in Skandal um Promi-Nacktfotos ein

Ermittlungen: Der Nacktfoto-Skandal um Bilder von Stars wie Jennifer Lawrence beschäftigt nun auch das FBI. Apple überprüft zudem eine Hacker-Attacke auf seinen Online-Speicherdienst iCloud.

Nun hat das FBI ein Auge auf den Nacktfoto-Fall: Unter anderem wurden pikante Bilder von Jennifer Lawrence im Netz veröffentlicht. Reuters

Nun hat das FBI ein Auge auf den Nacktfoto-Fall: Unter anderem wurden pikante Bilder von Jennifer Lawrence im Netz veröffentlicht.

Nach dem Diebstahl Dutzender Nacktfotos von Stars wie Jennifer Lawrence hat sich nun das FBI in den Fall eingeschaltet. Man werde prüfen, wie die Bilder gestohlen und im Internet veröffentlicht worden seien, teilte die Behörde am Montag mit. Details zu den Ermittlungen wurden zunächst nicht genannt.

Die intimen Fotos der Schauspielerinnen waren erstmals am Sonntag im Netz aufgetaucht. Ein Sprecher Lawrences bezeichnete die Verbreitung der Aufnahmen als Verletzung ihrer Privatsphäre.

Auch US-Schauspielerin Elizabeth Winstead bestätigte, dass Nacktfotos von ihr im Internet veröffentlicht worden seien. „An all jene, die sich Fotos ansehen, die ich vor Jahren mit meinem Ehemann in der Privatsphäre unseres Hauses geschossen habe: Hoffe, ihr kommt euch toll vor“, schrieb die 29-Jährige auf Twitter. Sie habe gedacht, dass die Bilder nicht mehr existierten. „Mit dem Wissen, dass die Fotos vor langer Zeit gelöscht wurden, gruselt es mir bei dem Gedanken, wie viel Mühe sich da jemand gemacht haben muss“, fügte sie hinzu.

Wie weitreichend der mutmaßliche Hackerangriff ist, ist derzeit noch ungewiss. Einige der Fotos wurden allerdings schnell als Fälschungen entlarvt.

Einige Cyberexperten glauben, dass Hacker sich womöglich Zugriff auf einen Zwischenspeicher mit privaten Prominentenbildern verschafft haben könnten, indem sie Schwächen der Online-Dienste ausgenutzt hätten. „Es ist wichtig, dass Berühmtheiten und die allgemeine Öffentlichkeit wissen, dass Aufnahmen und Daten nicht länger auf den Geräten verbleiben, die sie zuerst eingefangen haben“, schrieb der Forscher Ken Westin in einem Blogeintrag. „Sobald Bilder und andere Daten erst einmal in die Cloud geladen wurden, wird es sehr viel schwieriger zu kontrollieren, wer darauf Zugriff hat, selbst wenn wir denken, es sei privat.“

Zu Berichten, wonach Hacker die iCloud-Konten der Opfer infiltriert und so an die Bilder gelangt sein könnten, sagte Apple-Sprecherin Natalie Kerris: „Wir nehmen die Privatsphäre unserer Nutzer ernst und untersuchen diesen Report aktiv.“

Schon in der Vergangenheit hatte das FBI nach dem Auftauchen von Nacktfotos von Stars wie Scarlett Johansson, Mila Kunis und Christina Aguilera Ermittlungen aufgenommen. Die Fälle mündeten in einem Schuldspruch gegen einen Hacker aus Florida. Er wurde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

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