Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.04.2014

06:56 Uhr

Apple-Rivale

Samsung verkauft erneut weniger Smartphones

Samsung enttäuscht zum zweiten Mal in Folge. Für das erste Quartal meldet der weltgrößte Smartphone-Hersteller einen erneuten Absatzrückgang. Der Hoffnungsträger des Konzerns wird aber schon bald vorgestellt.

Gewinnrückgang

Smartphone-Primus Samsung schwächelt

Gewinnrückgang: Smartphone-Primus Samsung schwächelt

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

SeoulEin nachlassendes Absatzwachstum drückt auf den Gewinn des weltgrößten Smartphone-Herstellers Samsung. Kurz vor dem internationalen Verkaufsstart seines neuen Aushängeschilds Galaxy S5 gab der südkoreanische Apple-Rivale den zweiten Ergebnisrückgang in einem Quartal hintereinander bekannt.

Den am Dienstag vorgelegten vorläufigen Zahlen zufolge sank der Betriebsgewinn im Auftaktvierteljahr um 4,3 Prozent auf umgerechnet 5,8 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 5,9 Milliarden Euro gerechnet. Auch der Umsatz fiel mit umgerechnet 36,6 Milliarden Euro geringer aus als erwartet.

Das rasante Wachstum der globalen Smartphone-Umsätze wird sich in diesem Jahr nach einer aktuellen Einschätzung des Marktforschungs-Unternehmens Gartner weiter abschwächen. Im vergangenen Jahr übertraf der Umsatz mit Smartphones weltweit erstmals die Einnahmen mit herkömmlichen Handys. Gartner geht davon aus, dass dieses Jahr weltweit 1,2 bis 1,3 Milliarden Smartphones verkauft werden nach 968 Millionen im vergangenen Jahr.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

Huawei

Drittgrößter Smartphone-Hersteller ist Huawei mit knapp 47 Millionen verkauften Geräten und einem Marktanteil von 4,8 Prozent.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Die Hoffnungen von Samsung ruhen auf der fünften Version seines Verkaufsschlagers Galaxy, die ab Freitag weltweit erhältlich sein soll. Das Debüt auf dem Heimatmarkt war verhalten ausgefallen. Kritiker bemängeln, dass dem neuen Modell auffällige neue Merkmale fehlten.

Analysten fordern Kostenbremse

Das Galaxy S5 kostet zehn Prozent weniger als sein Vorgänger, obwohl der iPhone-Produzent Apple voraussichtlich nicht vor September mit einem neuen Modell aufwarten wird.

Analysten raten Samsung, auf die Kostenbremse zu treten. Demnach soll der Konzern beim Komponenteneinkauf und beim Marketing sparen. Außerdem müsse er Produkte entwickeln, die eine größere Käuferschaft ansprechen. Der vollständige Quartalsbericht soll am 25. April veröffentlicht werden.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×