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16.04.2015

10:52 Uhr

Apple-Zulieferer

iPhone macht Chiphersteller TSMC glücklich

Apple-Zulieferer haben derzeit gut lachen. Der Erfolg des iPhone beschert ihnen steigende Gewinne. Auch beim Chiphersteller TSMC ist die Freude groß. Im ersten Quartal 2015 stieg der Konzernumsatz um satte 65 Prozent.

Der guten iPhone-Verkaufszahlen lassen bei TSMC die Kassen sprudeln. Reuters

Chiphersteller im Glück:

Der guten iPhone-Verkaufszahlen lassen bei TSMC die Kassen sprudeln.

TaipehDer weltgrößte Chipauftragsfertiger TSMC profitiert von seinem wichtigsten Kunden Apple. Dank des Erfolgs des iPhones kletterte der Gewinn im ersten Quartal um 65 Prozent auf umgerechnet 2,4 Milliarden Euro (79 Milliarden Taiwan Dollars), wie der taiwanische Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg um 50 Prozent. TSMC kommt zu Gute, dass auch andere Geräte wie Uhren oder Waschmaschinen immer mehr Chips beinhalten.

Branchenbeobachter äußerten aber bereits Zweifel, ob der Erfolg des Unternehmens weiter anhalten kann. TSMC hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen als führender Hersteller für die kleinsten und leistungsstärksten Halbleiter gemacht. Hier ist die Konkurrenz mit Samsung Electronics und Intel aber groß. So gehen viele davon aus, dass TSMC bei dem neuesten iPhone-Modell, das im Laufe des Jahres erwartet wird, das Nachsehen gegenüber Samsung hat.

Smartphone-Markt im Wandel

Samsung weniger dominant

Samsung ist der mit Abstand größte Hersteller von Smartphones, doch die Dominanz bröckelt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der südkoreanische Konzern 78,1 Millionen Smartphones und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor, als er 85 Millionen Geräte absetzte. Der Marktanteil sank von 32,5 auf 23,8 Prozent, wie der Marktforscher IDC ermittelt hat. Wegen niedrigerer Verkaufspreise sinkt auch der Profit.

Apple setzt auf Premium

Apple hält seinen Marktanteil mit 12 Prozent weitgehend stabil. Der Absatz stieg deutlich auf 39,3 Millionen Geräte, wozu die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus einen deutlichen Beitrag leisteten. Weil der Konzern Premiumpreise verlangt, arbeitet er mit Margen, um die ihn die Konkurrenten beneidenk.

Xiaomi holt rasant auf

Im Westen ist Xiaomi kaum bekannt, doch in China ist der Smartphone-Hersteller äußerst populär. Dank dreistelliger Wachstumsraten ist das Unternehmen nun mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent drittgrößer Hersteller. Im dritten Quartal verkaufte er 17,3 Millionen Handys, wozu vor allem das Highend-Gerät Mi4 beitrug. Die spannende Frage: Kann Xiaomi auch im Westen Fuß fassen?

Lenovo wächst mit Motorola

Lenovo hat sich als PC-Hersteller einen Namen gemacht, drängt aber auch in den wachsenden Smartphone-Markt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der Konzern 16,9 Millionen Geräte, vor allem in Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Der Marktanteil betrug 5,2 Prozent. Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern weiter wachsen.

LG legt deutlich zu

Der koreanische Hersteller LG verkauft viele günstige Geräte, ist mit dem G3 aber auch im Premiumsegment vertreten. Im dritten Quartal verkaufte er laut IDC 16,8 Millionen Geräte und sicherte sich damit 5,1 Prozent des Smartphone-Marktes. Das Resultat: LG konnte zuletzt auch den Gewinn deutlich steigern.

Große Namen, kleiner Marktanteil

Jenseits der Top 5 finden sich viele bekannte Namen: Sony und Blackberry etwa, aber auch Microsoft als Käufer der Nokia-Gerätesparte. Auch der chinesische Hersteller Huawei zählt dazu. 48,6 Prozent des Marktes fallen in diese Sammelkategorie, die IDC nicht weiter aufschlüsselt.

Ein weiterer Risikofaktor für TSMC sind die sinkenden Preise für Smartphones. Die Hersteller könnten sich Analysten zufolge verstärkt bei Firmen wie Semiconductor Manufacturing International oder United Microelectronics bedienen, deren Chips zwar keine Spitzentechnologie aufweisen, aber deutlich billiger sind.

Von

rtr

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