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31.10.2014

11:04 Uhr

Apple-Zulieferer

Mehrwertsteuererhöhung belastet Sharp

Der Elektronikkonzern Sharp hat im vergangenen Quartal deutlich weniger verdient, bleibt aber fürs Gesamtjahr optimistisch. Der Hersteller von LCD-Bildschirmen leidet unter der Mehrwertsteuererhöhung in Japan.

Sharp präsentiert sich auf einer Messe: Der Gewinn des Konzerns ist um fast 20 Prozent eingeknickt. AFP

Sharp präsentiert sich auf einer Messe: Der Gewinn des Konzerns ist um fast 20 Prozent eingeknickt.

TokioDie Kaufzurückhaltung der japanischen Verbraucher nach der Mehrwertsteuererhöhung macht dem Elektronikkonzern Sharp zu schaffen. Der Betriebsgewinn ging im zweiten Geschäftsquartal um 18,3 Prozent auf 24,5 Milliarden Yen (rund 178 Millionen Euro) zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Damit verfehlte Sharp zwar die Erwartungen der Experten, hielt aber dennoch an der Gewinnprognose für das Gesamtjahr fest. Grund hierfür seien unter anderem wachsende Bestellungen aus China von LCD-Bildschirmen für Smartphones.

Kleines Fernseh-Glossar

Technologie verkauft Fernseher

Die TV-Hersteller arbeiten permanent an neuen Verfahren, um die Bildqualität weiter zu verbessern und die Funktionen zu erweitern – Technologie verkauft Geräte. Welche Schlagwörter sind derzeit angesagt?

Ultra HD (4K)

Ultra HD – oft auch als 4K bezeichnet – ist ein TV-Format mit sehr hoher Auflösung. Diese beträgt 3840 x 2160 Pixel, also 8,3 Megapixel. Das ist vier Mal so viel wie bei einem HD-Bild. Es mangelt noch an passenden Inhalten, allerdings werden herkömmliche Bilder hochgerechnet. Da die Geräte immer billiger werden, eignen sie sich langsam für den Massenmarkt.

OLED

OLED steht für Organic Light Emitting Diode, es handelt sich also um organische Leuchtdioden. Diese Technologie ermöglicht ein sehr kontrastreiches Bild und weite Blickwinkel, zudem verbraucht sie wenig Strom. Allerdings ist die Produktion der Paneele kompliziert und somit noch vergleichsweise teuer. Daher ist der Marktanteil der OLED-Geräte gering.

Gebogene Displays

Früher mussten Fernseher unbedingt flach sein – geht es nach einigen Herstellern, geht es heute nicht ohne gebogenes Display. Samsung, LG & Co. versprechen ein besseres Bild mit weniger optischen Verzerrungen. Der Vorteil liegt indes wohl eher im Design als im Seherlebnis. Dafür müssen Verbraucher einen hohen Preis in Kauf nehmen.

Smart TV

Fast alle neuen Fernseher sind inzwischen „smart“: Sie können nicht nur die herkömmlichen Kanäle, sondern auch Inhalte aus dem Internet darstellen, beispielsweise das Videoportal Youtube, Online-Videotheken oder extra für den großen Bildschirm programmierte. Dazu braucht es nur einen Breitbandanschluss. Allerdings nutzen viele Zuschauer diese Funktionen noch nicht. Zudem hapert es teils noch an der Bedienung – eine Kopplung mit Smartphone und Tablet soll Verbesserungen bringen.

Second Screen

Viele Fernsehzuschauer surfen nebenbei im Internet – entweder mit dem Smartphone oder dem Tablet-Computer. Dieses vergleichsweise junge Phänomen erlaubt TV-Herstellern, Filmemachern und Sendern, den zweiten, kleinen Bildschirm einzubinden. Etwa mit Informationen über die Sendung und Schauspieler oder Werbung. Zudem können die mobilen Geräte die klassische Fernbedienung ersetzen.

Zum 1. April wurde die Umsatzsteuer in Japan von fünf auf acht Prozent erhöht. Viele Verbraucher zogen Anschaffungen vor, um Preiserhöhungen zu umgehen. Angesichts scharfer Konkurrenz aus Asien zieht sich Sharp immer mehr aus dem Fernseher-Geschäft zurück und konzentriert sich auf den Verkauf von LCD-Bildschirmen an Kunden wie Apple und chinesische Smartphone-Hersteller.

Von

rtr

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