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31.03.2016

20:11 Uhr

ARD-Berechnung

Rundfunkbeitrag könnte in fünf Jahren deutlich steigen

19 Euro pro Monat: Laut einer internen Berechnung von ARD, ZDF und Deutschlandradio könne der Rundfunkbeitrag in den kommenden fünf Jahren deutlich steigen. Experten fordern Strukturreformen – und empfehlen eine Senkung.

Derzeit müssen Haushalte 17,50 Euro pro Monat für die Bereitstellung des Öffentlichen Rundfunks bezahlen. In fünf Jahren könnten es 19 Euro sein. dpa

Rundfunkbeitrag

Derzeit müssen Haushalte 17,50 Euro pro Monat für die Bereitstellung des Öffentlichen Rundfunks bezahlen. In fünf Jahren könnten es 19 Euro sein.

MainzARD, ZDF und Deutschlandradio werden möglicherweise in fünf Jahren wegen zusätzlicher Kosten spürbar teurer. Nach internen Berechnungen könnte der Rundfunkbeitrag ab 2021 auf mehr als 19 Euro im Monat steigen, wenn keine Strukturreformen vorgenommen werden sollten, hieß es am Donnerstag aus Expertenkreisen. Die Berechnung war Thema bei einer Konferenz der Expertenkommission KEF und von Ländervertretern. Derzeit muss ein Haushalt 17,50 Euro im Monat für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zahlen. Der Fachdienst „Medienkorrespondenz“ hatte über eine Steigerung auf über 19 Euro berichtet.

Die KEF schlägt in ihrem neuen Bericht angesichts von Mehreinnahmen eine Senkung um 29 Cent im Monat ab dem nächsten Jahr vor. Der Bericht wird am 13. April in Mainz vorgestellt. Die Länder wollen den Rundfunkbeitrag nach Angaben von Rheinland-Pfalz in den kommenden Jahren allerdings mindestens stabil halten. Deshalb stehen einige Länder einer Senkung des Beitrags kritisch gegenüber. Die Ministerpräsidenten wollen im Sommer darüber entscheiden. Der Beitrag bringt mehr Geld ein als ursprünglich erwartet. So wurden nach einem Datenabgleich diejenigen, die noch nicht gezahlt hatten, nach Angaben der öffentlich-rechtlichen Sender automatisch angemeldet.

Kommission: KEF empfiehlt Senkung des Rundfunkbeitrags

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Die KEF hat sich für die Senkung des Rundfunkbeitrags ab 2017 ausgesprochen. Ein entsprechendes Papier ging bereits an die Bundesländer, die den Vorschlag nun prüfen müssen. Ein Land hat bereits Zweifel angemerkt.

Von

dpa

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