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24.09.2011

16:07 Uhr

ARD-Vorsitzende

Monika Piel hofft auf Verständnis der Zuschauer

Die Vorsitzende der ARD, Monika Piel, wirbt um Verständnis für den erhöhten Finanzbedarf der ARD von 2013-2016. Man liege damit deutlich unter der Inflationsrate und müsse deutliche Einsparungen vornehmen.

WDR-Intendantin Monika Piel. dpa

WDR-Intendantin Monika Piel.

Hamburg/KölnDie ARD-Vorsitzende Monika Piel hofft auf Akzeptanz bei den Zuschauern für die Forderung nach mehr Geldern aus den Rundfunkgebühren. „Ich glaube, die Zuschauer haben dafür Verständnis“, sagte Piel dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Jeder spürt am eigenen Portemonnaie, wie die Preise steigen, von Lebensmitteln bis zu Heizkosten. Das trifft uns genauso.“ Die ARD hat für die Jahre 2013 bis 2016 einen Bedarf von zusätzlich 900 Millionen Euro angemeldet. Das ZDF benötigt für diesen Zeitraum nach eigenen Berechnungen gut 400 Millionen Euro mehr.

Die ARD liegt laut Piel mit der jährlichen Steigerung von 1,1 Prozent bei der Bedarfsanmeldung deutlich unter der allgemeinen Preissteigerungsrate. Dies sei angesichts allgemein steigender Energiekosten und Gehälter nur aufgrund der enormen Sparanstrengungen möglich.

Der Vorsitzende der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF), Heinz Fischer-Heidlberger, hat die Hoffnungen der Sender auf eine Aufstockung der Finanzierung in diesem Umfang aber bereits gedämpft. „Die KEF wird einen wesentlich geringeren Bedarf feststellen“, hatte er am Freitag gesagt. Gegenwärtig erhalten ARD und ZDF etwa 7,5 Milliarden Euro pro Jahr vom Gebührenzahler.

Piel, die auch Intendantin des Westdeutschen Rundfunks ist, verwies auf erhebliche Einsparungen der Sender. „In den vergangenen vier Jahren haben wir 1,4 Milliarden Euro eingespart. Und für die nächsten vier wird das nach unseren Berechnungen wieder mehr als 1 Milliarde sein.“

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel sagte dem WDR: „Im Moment wissen alle nicht, wie hoch die Einnahmen 2013 bis 2016 sein werden.“ Sie bekräftigte ihre Einschätzung, dass der Rundfunkbeitrag 2013 und 2014 stabil bleiben wird. Piel betonte, die ARD sei mit der Bedarfsanmeldung den gesetzlichen Vorgaben gefolgt.

Die Details waren in dieser Woche von Medien veröffentlicht worden. Dadurch hätten „Spekulationen über eine mögliche Beitragssteigerung ins Kraut schießen“ können, sagte die ARD-Vorsitzende dem WDR. „Wahrscheinlich ist es auch nicht zufällig, wenn irgendjemand jetzt diese Vertraulichkeit gebrochen und den gesamten Bericht an die Öffentlichkeit gegeben hat.“

Kommentare (16)

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DWL33

24.09.2011, 17:51 Uhr

Liebe Monika Piel, leider haben ich kein Verständnis. Steigern Sie statt dem Budget doch lieber das Niveau...

gml@studio-l.de

24.09.2011, 18:51 Uhr

Öffentlich-Rechtliches gehört in die Öffentlichkeit! Danke Vertraulichkeitbrecher + Medien! Bei den 'allgemein (?) steigenden .... Gehältern' wird ja offensichtlich nicht gespart. Zeit, dass das ö-r System in seiner jetzigen Form abgeschafft wird.
Der einzig sachliche Grund zu seiner Etablierung in den 1950er Jahren, die damalige Frequenzknappheit, die Regulierung erforderte, ist ohnehin seit den 1980/90ern entfallen.

Lutz

24.09.2011, 19:05 Uhr

Dreist, frech und gierig.

Piel verdient mehr als Bundespräsident Wulff und Kanzlerin Merkel und mit der Jahresgage von Gottschalk könnte man fast Griechenland retten.

Diese geldvernichtende Institution kotzt mich an.

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