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10.05.2017

08:14 Uhr

ARD, ZDF und Co.

Öffentlich-rechtlichen Sendern droht 100 Millionen Euro Schaden

Einem Forschungsinstitut der öffentlich-rechtlichen Sender könnten 100 Millionen Euro verloren gehen. Ein Patentanwalt hat laut einem Bericht Gelder abgezweigt. Das Institut will das Geld nun nachträglich eintreiben.

Ein Patentanwalt soll dem gemeinsamen Forschungsinstitut von ARD, ZDF, Deutschlandradio, Deutscher Welle, ORF und SRG 200 Millionen Euro abgezweigt haben. dpa

ARD

Ein Patentanwalt soll dem gemeinsamen Forschungsinstitut von ARD, ZDF, Deutschlandradio, Deutscher Welle, ORF und SRG 200 Millionen Euro abgezweigt haben.

BerlinEin Patentanwalt soll nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ über Jahre hinweg insgesamt 200 Millionen Euro an Patenterlösen abgezweigt haben, die dem Institut für Rundfunktechnik (IRT) in München zugestanden hätten. Die Einrichtung ist ein gemeinsames Forschungsinstitut von ARD, ZDF, Deutschlandradio, Deutscher Welle sowie der österreichischen und Schweizer Rundfunkanstalten ORF und SRG.

Die Staatsanwaltschaft München I hatte vergangenen Mittwoch mitgeteilt, der Mann sei unter anderem wegen des Verdachts der mehrfachen Untreue und Bestechlichkeit festgenommen worden. Der Beschuldigte soll als Berater über Lizenzen für Erfindungen des IRT verhandelt und dabei auch Erlöse für Rechte kassiert haben, die er gar nicht innehatte.

Das Institut für Rundfunktechnik (IRT) wolle die Außenstände nun nachträglich eintreiben. Doch die Hälfte der Ansprüche könnte bereits verjährt sein, schrieb die Zeitung weiter. Daraus ergebe sich ein drohender Schaden von bis zu 100 Millionen Euro für die öffentlich-rechtlichen Anstalten, schrieb die Zeitung weiter.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Thomas Behrends

10.05.2017, 08:26 Uhr

Da haben die öffentlich-rechtlichen Verantwortlichen ja ganz tolle Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um die Geldflüsse des Patentanwalts zu kontrollieren; nämlich gar keine.

Nachher ist es bei ARD, ZDF & Co. wieder Keiner gewesen.

Im Zweifelsfalle kann man ja die Bürger mit höheren Kosten konfrontieren und von ihnen höhere Rundfunkgebühren einkassieren.

Es ist ja so einfach, wenn man die EMA als Erfüllungsgehilfen missbrauchen kann. Stasi und Gestapo lassen grüßen ....

Für die ewigen Wiedeholungen auf Phoenix, ZDF-Info, 3SAT, ZDF und ARD müsste man die Rundfunkgebühren eigentlich abschaffen.

Herr J.-Fr. Pella

10.05.2017, 14:57 Uhr

@ Herr Behrends

Sie haben recht, bei den vielen Wiederholungen hätten wir Zuschauer eigentlich Anspruch auf Schmerzensgeld.

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