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05.09.2016

15:10 Uhr

ARM

Softbank schließt Übernahme von Chip-Entwickler ab

Einer der spannendsten Tech-Deals dieses Jahres ist perfekt: Der britische Chip-Entwickler ARM liegt jetzt in japanischer Hand. Was genau Milliardär Masayoshi Son mit der Firma vorhat, ist aber weiterhin unklar.

Der japanische Telekomanbieter übernimmt den Chipdesigner ARM. Reuters

Softbank-Filiale in Tokio

Der japanische Telekomanbieter übernimmt den Chipdesigner ARM.

TokioDer Chip-Entwickler ARM, dessen Technologie in fast allen weltweit verkauften Smartphones steckt, gehört ab Montag offiziell dem japanischen Konzern Softbank. Die Firma des Milliardärs Masayoshi Son gab den Abschluss des Deals für 24 Milliarden Pfund (aktuell 28,6 Milliarden Euro) bekannt. ARM aus Großbritannien entwirft Chip-Architekturen. Darauf werden dann Lizenzen an Hersteller verkaufen - oder an Technologie-Giganten wie Apple und Samsung, die auf dieser Basis eigene Prozessoren entwickeln.

Der 69-jährige Son baute Softbank bereits zu einer Art Technologie-Gemischtwarenladen aus. Zum Konglomerat gehören Mobilfunk-Anbieter, Beteiligungen an Online-Diensten wie Yahoo, aber auch der französische Roboter-Entwickler Aldebaran mit dem menschelnden Modell „Pepper“.

Softbank kauft ARM: Eine japanische Milliardenwette

Softbank kauft ARM

Eine japanische Milliardenwette

Der japanische Mobilfunkriese Softbank kauft den britischen Chipkonzern ARM und wappnet sich so für das Internet der Dinge. Für die Briten ist der Deal vor allem Beweis, dass die Insel trotz Brexit noch attraktiv ist.

Wie genau ARM ins Softbank-Geflecht passen soll, ist auch rund eineinhalb Monate nach Ankündigung der Übernahme noch unklar. Son machte aber unmissverständlich deutlich, dass der aufsehenerregende Milliarden-Deal ihm am Herzen liegt. Er verschob seinen Ruhestand und nahm dafür in Kauf, dass sein Kronprinz, Ex-Google-Manager Nikesh Arora, Knall auf Fall das Weite suchte. Und er drückte seinen bereits mit über 100 Milliarden Dollar verschuldeten Konzern noch tiefer in die Kreide - knapp ein Drittel des Kaufpreises werde mit Krediten finanziert, hieß es.

Eine mögliche Erklärung wäre die Entwicklung von Chip-Technologien für das „Internet der Dinge“ mit Milliarden vernetzten Geräten und dem smarten Zuhause. Prozessoren auf Basis von ARM-Architektur sind besonders stromsparend, was ihnen schon den Stammplatz in Smartphones und Tablets bescherte und auch für die Geräte-Vernetzung von Vorteil ist.

Von

dpa

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