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28.09.2015

16:49 Uhr

Ashley Madison, Lovoo und jetzt Parwise

Nächstes Dating-Portal unter Schummel-Verdacht

Quelle:Meedia.de

Alles nur ein Fake? Nach Ashley Madison und Lovoo steht das nächste Dating-Portal im Zwielicht: Bei Parwise sollen Profile von Frauen gefälscht worden sein. Die Singlebörse hat ohnehin nicht den besten Ruf.

Fake-Profile von weiblichen Mitgliedern? Screenshot

Parwise-Website

Fake-Profile von weiblichen Mitgliedern?

Immer neue Fake-Vorwürfe gegen Dating-Plattformen. Nachdem im Zuge des Hacker-Angriffs auf das Seitensprungportal Ashley Madison herauskam, dass nur ein sehr geringer Teil der Profile echt ist und beim deutschen Portal Lovoo weibliche Profile vermutlich sogar vom Betreiber gefälscht wurden, hat die „Welt am Sonntag“ nun Fake-Profile auch bei Parwise entdeckt.

Wie die Zeitung berichtet, soll auch der vergleichsweise kleine Anbieter – laut Welt am Sonntag hat Parwise rund 800.000 Mitgliedern – Fake-Accounts haben. Den Reportern liegen mindestens 50 Profile vor, die zumindest fragwürdig seien, von Parwise aber verifiziert wurden. Die abgebildeten Damen sind in einigen Fällen Schauspielerinnen aber auch Privatpersonen, deren Fotos aus dem Netz zusammengeklaubt seien.

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Leicht gebräunt, knusprig – oder doch eher tiefschwarz? Wie jemand seinen Speck brät, sagt für Amerikaner viel über den Charakter aus. Die Dating-App Sizzl bringt Speckliebhaber zusammen – nicht nur zum Frühstück.

Die Singlebörse hat nicht den besten Ruf. So klagen Verbraucherschützer über Abofallen. Die WamS berichtete bereits vor einigen Wochen über Parwise und die Verbindungen des Netzwerks von Flirt- und Datingswebsites zum Promi-Anwalt Ralf Höcker (Jörg Kachelmann – auch ein Mandant Höckers – verklagt den WamS-Verlag Axel Springer gerade auf Schmerzensgeld).

Höcker war bis vor kurzem Aufsichtsrat der mit Parwise in Verbindung stehenden Internet-Firma Internetone AG und führt Parwise auch im Klienten-Portfolio. Nach der Veröffentlichung legte Höcker sein Aufsichtsrat-Mandat nieder. Gegenüber der Welt am Sonntag erklärte die Kanzlei Höcker, mutmaßliche Fake-Profile würden nicht von Parwise, sondern von Nutzern angelegt. Somit würden die Nutzer die Regeln missachten. Parwise habe die Fakeprofile nicht selbst erstellt oder erstellen lassen, so ein Anwalt der Kanzlei Höcker. Wie der Verifikationsprozess bei Parwise abläuft, bleibt unklar.

Das Dresdner Dating-Unternehmen Lovoo soll Fake-Profile selbst angelegt haben, um Nutzer damit abzocken zu können. Das Unternehmen bestreitet das.

Die größten Flirtseiten in Deutschland

Platz 10

Datingcafe.de - 1,5 Millionen registrierte Nutzer

Mit Veranstaltungen und Reisen für Singles hebt sich die Seite für Partnersuchende ab. Die Premiummitgliedschaft kostet zwischen 9,90 Euro (bei 12 Monaten Laufzeit) bis zu 32,90 Euro (bei einem Monat Laufzeit). Die Nutzer sind im Schnitt zwischen 35 und 55 Jahre alt.

Platz 9

Jappy - 1,6 Millionen registrierte Nutzer

Hier sind nicht nur Singles unterwegs, doch die Plattform wird massiv zum Flirten genutzt. Die Seite ist werbefinanziert - und damit für alle Nutzer kostenlos.

Platz 8

Single.de - 2 Millionen registrierte Nutzer

Das Netzwerk von freenet prüft die Mitglieder, Frauen können umsonst Nachrichten schreiben. Dadurch ist das Geschlechterverhältnis relativ ausgeglichen. Für Männer, die Nachrichten schreiben wollen, kostet das Portal zwischen 9,90 Euro (12 Monate) und 19,90 Euro (1 Monat Laufzeit).

Platz 7

Bildkontakte.de - 2 Millionen registrierte Nutzer

Der Name deutet es an: Wer hier flirten will, braucht ein Profilbild. Dafür ist die Kontaktaufnahme zu potentiellen Partner umsonst. Wer Profilbesucher sehen oder private Nachrichten schreiben muss, braucht eine Premium-Mitgiedschaft. Die kostet zwischen 14,90 (6 Monate Laufzeit) und 29,90 (1 Monat Laufzeit).

Platz 6

Badoo - 3 Millionen registrierte Nutzer

Weltweit hat die Seite für neue Kontakte, auf der nicht nur Singles unterwegs sind, 167 Millionen Mitglieder. Um bestimmte Funktionen zu nutzen, braucht man „Super Powers“, die monatlich von 4,17 Euro (12 Monate Laufzeit) und 8,49 (1 Monat Laufzeit) kosten.

Platz 5

Lovoo - 4 Millionen registrierte Nutzer

Als Flirtapp gestartet lässt sich das Netzwerk mittlerweile auch mit dem Computer ansteuern. Die Partnersuche ist genauso kostenlos wie Nachrichten. Sonderfunktionen wie virtuelle Küsse oder eine Besucherübersicht des eigenen Profils kosten extra. Die Bezahlung ist über eine VIP Mitgliedschaft (3,75 Euro bis 7,99 Euro) oder Credits möglich.

Platz 4

Flirt-fever.de - 4 Millionen registrierte Nutzer

Die Kundschaft der Plattform ist mit einem Durchschnittsalter zwischen 20 und 32 Jahren relativ jung. Dafür kann das Flirten schnell teuer werden: Die Anmeldung und das Versenden von Nachrichten ist kostenlos. Doch wer seine Nachrichten auch Lesen will, braucht eine Premiummitgliedschaft - und die kostet 12 Euro pro Woche (Mindestlaufzeit: 10 Wochen).

Platz 3

iLove - etwa 5 Millionen registrierte Nutzer

Auch bei dieser Flirtbörse werden nur die Männer zur Kasse gebeten, wenn sie chatten, Nachrichten verschicken oder potentielle Partner suchen wollen. Die Mitgliedschaft kostet zwischen 4,99 Euro (12 Monate Laufzeit) und 9,99 Euro pro Monat (1 Monat Laufzeit.)

Platz 2

Neu.de - 5 Millionen registrierte Nutzer

Durch einen umfangreichen Werbeetat ist die Seite in Deutschland relativ bekannt, nur ein Portal hat mehr Mitglieder. Smilies verschicken ist kostenlos. Sonderfunktionen wie anonymes Surfen, Profilbesucher sehen oder Nachrichten schreiben und lesen sind kostenpflichtig. Eine Premiummitgliedschaft kostet zwischen 14,90 Euro (6 Monate Laufzeit) und 34,90 pro Monat (1 Monat Laufzeit).

Platz 1

Friendscout24.de - 6 Millionen registrierte Nutzer

Die Singlebörse der Deutschen Telekom ist das Portal mit den meisten Mitgliedern. Wer werbefrei flirten oder Nachrichten versenden will, muss zahlen. Das Antworten ist kostenlos. Im Vergleich zur Konkurrenz ist der kostenpflichtige Teil des Portals allerdings nicht gerade günstig. Für einen Vertrag über 12 Monate nimmt Friendscout 19,90 Euro pro Monat, bei einem Monat Laufzeit sind sogar 39,90 Euro fällig.

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