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21.07.2015

11:09 Uhr

Ashley Madison

Seitensprungportal bietet Datenlöschung an

Nach einer Cyberattacke auf das Seitensprungportal Ashley Madison will das Unternehmen nun die Konten ihrer Kunden kostenlos löschen. Bislang wurde dafür eine Gebühr fällig. Hacker hatten Daten des Portals gestohlen.

Nach einem Cyberangriff auf die Kundendatenbank will das Seitensprungportal nun sein Vorgehen bei der Datenlöschung überdenken. ap

Ashley Madison

Nach einem Cyberangriff auf die Kundendatenbank will das Seitensprungportal nun sein Vorgehen bei der Datenlöschung überdenken.

TorontoDas Seitensprungportal Ashley Madison will nach einem groß angelegten Datendiebstahl seine umstrittene Politik zur Löschung von Anwender-Profilen ändern. Bislang hatte Ashley Madison 19 US-Dollar von seinen Kunden verlangt, die ihr Konto inklusiver der über die Plattform ausgetauschten Mitteilungen und Bilder endgültig löschen wollten.

Die Lösch-Option werde man nun für alle Mitglieder kostenlos anbieten, erklärte das Unternehmen. Sicherheitsexperte Graham Cluley kritisierte den Schritt: „Die schließen das Tor, nachdem das Pferd bereits aus der Scheune abgehauen ist“, sagte Cluley im Podcast „Tech News Today“.

Ashley Madison: Hacker erpressen Seitensprungportal

Ashley Madison

Hacker erpressen Seitensprungportal

„Das Leben ist kurz. Gönn' Dir eine Affäre.“ So lautet der Slogan der Website „Ashley Madison“. Benutzer des Portals könnten nun nervös werden. Denn Hacker haben die Kundendatenbank erbeutet und erpressen den Betreiber.

Der Betreiber des Seitensprungportals, der kanadische Internet-Konzern Avid Life Media, war Opfer eines Datendiebstahls geworden. Die Hacker sollen dabei unter anderem die Nutzerdaten von Ashley Madison und anderen Sites des Konzerns sowie interne Informationen aus dem Unternehmen erbeutet haben, berichtete der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs. Alleine Ashley Madison hat nach Angaben eines Unternehmenssprechers weltweit 37 Millionen Mitglieder und ist auch im deutschsprachigen Raum aktiv.

Die Sicherheitsfirma Kaspersky wandte sich gegen mögliche Schadenfreude. „Jeder Einbruch mit einer Veröffentlichung privater Daten ist gleich schlimm, egal ob die Webseite als unmoralisch oder sogar illegal gilt, denn die betroffenen Nutzer müssen nicht notwendigerweise etwas Illegales oder Unmoralisches getan haben“, erklärte die Sicherheitsexpertin Marta Janus. Kriminelle könnten die Daten missbrauchen, um den Betroffenen Geld zu stehlen.

Avid Life Media wies unterdessen Berichte zurück, das bezahlpflichtige Löschangebot sei technisch nie umgesetzt worden. Nach einer Löschanfrage würden tatsächlich das komplette Mitgliederprofil und sämtliche Kommunikationsaktivitäten gelöscht.

Von

dpa

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