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21.01.2011

02:54 Uhr

Asiatische Kooperation

Lenovo und NEC könnten PCs gemeinsam herstellen

VonFinn Mayer-Kuckuk

Japaner und Chinesen misstrauen sich im Allgemeinen ein wenig. Doch das Geschäft mit PCs erlaubt nur noch geringe Margen und erfordert eine hohe kritische Masse - das setzt einen hohen Anreiz zur Überwindung der gegenseitigen Abneigung. Der chinesische Marktführer Lenovo plant nun offenbar, die Computersparte der japanischen NEC zu übernehmen.

Lenovo-Filiale in Peking: Den Japanern neue Märkte erschließen. Quelle: Reuters

Lenovo-Filiale in Peking: Den Japanern neue Märkte erschließen.

HB PEKING. Das japanische Elektronikunternehmen NEC und Chinas Computerhersteller Lenovo Group Ltd stehen einem Zeitungsbericht zufolge kurz einer Zusammenlegung ihres PC-Geschäfts. Lenovo könnte die Mehrheit an der Sparte NEC Personal Products übernehmen, berichtet am Freitag die Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai".

Beide Marken sollen dem Bericht zufolge erhalten bleiben. Das Geschäft gibt Lenovo die Möglichkeit, in Japan einen Fuß in die Tür zu bekommen: Während die Chinesen weltweit die Nummer vier sind, verlassen sich die Japaner lieber auf einheimische Marken. NEC ist dort Marktführer.

NEC Personal Products baut und vertreibt Personalcomputer. Beide Unternehmen wollten ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern, indem sie Entwicklung, Produktion und Materialbeschaffung kombinierten. Ziel sei es, zu Marktführern wie Hewlett-Packard Co aufzuschließen, schreibt die "Nikkei".

Die NEC-Gruppe ist auch als Netzwerkausrüster und IT-Dienstleister unterwegs. Das Unternehmen hat generell gute Beziehungen zu China. Vor wenigen Tagen erst hat es einen großen Auftrag von einer staatlichen chinesischen Telekomfirma für die Entwicklung und Aufstellung eines Mobilfunknetzes neuer Generation erhalten.

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