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30.01.2015

21:22 Uhr

Aspiro

Jay-Z kauft Musik-Streaming-Unternehmen

Jay-Z will Marktführer Spotify Konkurrenz machen Der New Yorker Rapper bot dem skandinavischen Online-Streaming-Dienst Aspiro 50 Millionen Euro an für 90 Prozent der Anteile. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

US-Rapper Jay-Z kauft skandinavischen Online-Streaming-Dienst. dpa

Jay-Z

US-Rapper Jay-Z kauft skandinavischen Online-Streaming-Dienst.

New YorkEin Unternehmen des US-Rappers Jay-Z hat 56 Millionen Dollar (50 Millionen Euro) für eine skandinavische Firma geboten, die Musik-Abonnements über das Internet verbreitet. Der Vorstand des in Malmö ansässigen Streaming-Dienstes Aspiro hat seinen Aktionären empfohlen, das Angebot abzunehmen, wie am Freitag bekannt wurde.

Project Panther Bidco will demnach 1,05 schwedische Kronen (11 Cent) pro Aktie zahlen. Insgesamt will die Firma des Rappers 90 Prozent der Anteile erwerben - vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden.

Streaming-Dienste

Nutzen statt besitzen

Beim Musik-Streaming werden Songs direkt aus dem Internet abgespielt, statt sie auf die Geräte herunterzuladen. Dafür werden die Dateien in viele kleine Pakete zerlegt und in einem konstanten Strom aufs Gerät übertragen. Fans können damit Musik nutzen, ohne sie zu besitzen.

Marktführer Spotify

Es ist ein noch relativ kleines aber schnell wachsendes Geschäft. Größter Anbieter ist die schwedische Firma Spotify mit aktuell 15 Millionen zahlenden Kunden und 45 Millionen Gratis-Nutzern. Es gibt aber auch zahlreiche andere Dienste – allein in Deutschland gibt es 15 Anbieter, darunter Radio und Deezer und Apple Music.

Volle Auswahl für 10 Euro

Die meisten Anbieter setzen auf ein Abo-Modell: Für einen monatlichen Betrag gibt es den Zugriff auf ein Angebot aus Millionen Songs. Die Paketpreise beginnen bei fünf Euro, für rund 10 Euro bekommen Nutzer oft auch eine Offline-Funktion. In einigen Fällen können Musikfans eine werbefinanzierte Variante mit weniger Funktionen auch kostenlos nutzen.

Erfolg im zweiten Versuch

Schon vor rund zehn Jahren versuchten verschiedene Anbieter, Abo-Dienste zu etablieren – der Durchbruch kam aber erst mit der Verbreitung von Smartphones und allgegenwärtigen schnellen Datenverbindungen.

Mäßiger Sound

Als eine Schwäche gilt bei Musik-Enthusiasten die starke Kompression, die nötig ist, um die Dateien möglichst sparsam durch die Netze zu kriegen. Das kann die Sound-Qualität drücken.

Stand: Januar 2015

Aspiro bietet seinen Kunden in mehreren europäischen Ländern das Streaming von Musik in HiFi-Qualität an, die den sonst üblichen komprimierten Dateien etwa im MP3-Format überlegen ist. In den USA verbreitet Aspiro den Dienst über die Marke Tidal, ein Monatsabonnement kostet 20 Dollar. Auch in Europa gibt es den Dienst unter den Markennamen Tidal und WiMP. Panther will daraus ein globales Geschäft machen.

Jay-Z ist in den USA ein sehr erfolgreicher Musiker, Musikproduzent und Unternehmer.

Von

dpa

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