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05.03.2004

08:01 Uhr

AT&T hat das Telefon erfunden – Jetzt sucht das Unternehmen seine Zukunft beim Telefonieren über das Internet

Die Killeranwendung frisst wie Pac-man

VonJohannes Eber (Handelsblatt)

Wer den ersten Satz der Unternehmensgeschichte auf der Webseite des Telefonkonzerns AT&T liest, bekommt keine Bescheidenheit geboten: „Die Geschichte von AT&T“, heißt es da, „ist zum Großteil die Geschichte des Telefons.“ Viele Firmen-Webseiten übertreiben bei der Darstellung ihrer Unternehmensgeschichte und verwenden dabei auch Superlative. AT&T übertreibt jedoch keineswegs.

NEW YORK. Kaum ein anderes amerikanisches Unternehmen ist so eng mit dem Fortschritt einer bestimmten Technik verbunden, die gleichzeitig eine so wichtige Rolle für die Entwicklung des Wohlstands hat, wie AT&T.

Gegründet vom Erfinder des Telefons, Alexander Graham Bell, hat AT&T (American Telephone and Telegraph Company) im 20. Jahrhundert in den USA das mit Abstand beste Telefonnetz der Welt installiert. Über eine Million Menschen arbeiteten zwischenzeitlich für das Unternehmen.

Heute sind es noch 70 000. Mit der Zulassung von Konkurrenz auf dem amerikanischen Telekommunikationsmarkt 1984 verlor der ehemalige Monopolist seine Alleinherrschaft. Seitdem hat sich AT&T von vielen Sparten getrennt. Aus AT&T entstanden beispielsweise der Systemanbieter Lucent Technologies und der Computer-Konzern NCR. Im Jahre 2001 verkaufte das Unternehmen sein Kabelnetz an Comcast und trennte sich von der Mobilfunksparte AT&T Wireless, das an die Börse gebracht wurde und jetzt vom Konkurrenten Cingular Wireless aufgekauft werden soll.

Für AT&T blieb nur ein Bereich: das Festnetz. Doch auch dort ist mittlerweile nichts mehr beim Alten. Noch im Jahre 2000 machte AT&T 92 Prozent seiner Einnahmen mit klassischen Telefongesprächen. Heute sind es noch 56 Prozent. Den Rest verdient das Unternehmen mit Angeboten rund ums Internet.

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