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30.10.2014

11:06 Uhr

Aufsteiger Xiaomi

Nummer drei im Smartphone-Markt

Xiaomi hat im weltweiten Ranking der Smartphonehersteller die Rivalen Lenovo und LG überholt und sichert sich damit den dritten Platz in der Topliste. Vor dem chinesischen Aufsteiger stehen nur noch Samsung und Apple.

Vorsitzender Lei Jun stellt das Smartphone vor: Xiaomi hat zuletzt 17,3 Millionen Geräte verkauft. Reuters

Vorsitzender Lei Jun stellt das Smartphone vor: Xiaomi hat zuletzt 17,3 Millionen Geräte verkauft.

FraminghamDer chinesische Senkrechtstarter Xiaomi ist laut Marktforschern zur Nummer drei im Smartphone-Geschäft aufgestiegen. Xiaomi verkauft seine Geräte vor allem in China über das Internet. Der Anbieter setzte im vergangenen Quartal 17,3 Millionen Geräte ab, wie die Analysefirma IDC errechnete. Mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent überholte Xiaomi knapp die etablierten Rivalen Lenovo und LG.

An der Spitze musste Marktführer Samsung deutlich Federn lassen. Der Marktanteil fiel laut IDC auf 23,8 Prozent. Im Vorjahresquartal kam noch fast jedes dritte Computer-Handy weltweit (32,5 Prozent) von den Südkoreanern. Samsung verkaufte jetzt noch 78,1 Millionen Smartphones, vor einem Jahr waren es 85 Millionen.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

ZTE

ZTE verkaufte im zweiten Quartal 10,1 Millionen Smartphones, ein deutliches Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil liegt bei 4,2 Prozent. Insgesamt setzte der chinesische Hersteller 15,3 Millionen Handys ab.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Damit wurde Samsung nach IDC-Berechnungen fast doppelt so viele Smartphones los wie die Nummer zwei Apple mit 39,3 Millionen. Die teureren iPhones sind aber deutlich profitabler, während Samsung auch viele günstige Geräte verkauft. Der südkoreanische Konzern meldete am Donnerstag angesichts des Drucks im Smartphone-Markt einen Gewinneinbruch für das dritte Quartal.

Der Smartphone-Markt insgesamt wuchs im vergangenen Vierteljahr um gut ein Viertel auf 327,6 Millionen Geräte, wie IDC am späten Mittwoch berichtete.

Von

dpa

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