Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.01.2015

19:10 Uhr

Auktion in den USA

Mobilfunkfrequenzen bringen USA 45 Milliarden Dollar ein

In den USA sind Mobilfunkfrequenzen für die Rekordsumme für fast 45 Milliarden Dollar versteigert worden. In den kommenden Tagen soll bekanntgegeben werden, wer den Zuschlag erhalten hat.

Für Mobilfunkfrequenzen in den USA haben T-Mobile US, Verizon Communications, AT&T und Dish Gebote abgegeben. AFP

Vier Bieter

Für Mobilfunkfrequenzen in den USA haben T-Mobile US, Verizon Communications, AT&T und Dish Gebote abgegeben.

WashingtonEine Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen in den USA unter Beteiligung der Telekom-Tochter T-Mobile US hat die Rekordsumme von 44,9 Milliarden Dollar eingebracht. Das teilte die US-Regulierungsbehörde FCC am Donnerstag zum Ende der Auktion mit. Die Gewinner sollen in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden. Experten hatten mit einem deutlich niedrigeren Betrag gerechnet.

Die FCC hatte die Versteigerung des AWS-3-Spektrums Mitte November eröffnet. Die Frequenzen wurden früher von Bundesbehörden verwendet und sollen nun genutzt werden, um den steigenden Bedarf nach Bandbreite zu decken. Neben T-Mobile US haben Verizon Communications, AT&T und Dish Gebote abgegeben.

Kleines Mobilfunk-Lexikon

GSM

GSM, kurz für „Global System for Mobile Communication“, war der erste digitale Mobilfunkstandard. In Deutschland wurde er in den 1990er Jahren eingeführt. Heute noch ist GSM in vielen Ländern in Betrieb, auch hierzulande. Dank der guten Versorgung scheint der Standard momentan unverzichtbar.

Edge

Edge, kurz für „Enhanced Data Rates for GSM Evolution“, ist eine Erweiterung des GSM-Standards, die eine Datenübertragung mit bis zu 384 Kilobit/Sekunde erlaubt. Nach heutigen Maßstäben ist das langsam. Dafür steht der Satz „Ich habe nur Edge“, den man etwa auf Bahnreisen oft hört.

UMTS

„Universal Mobile Telecommunications System“ ist der Mobilfunkstandard der dritten Generation. UMTS ist in Deutschland und großen Teilen der Welt verbreitet und ermöglicht schnelle Datenübertragungen. Nutzer in einer Funkzelle müssen sich allerdings die Bandbreite teilen – trotz Erweiterungen beginnen die Netze, zu verstopfen.

HSPA

„High Speed Packet Access“ macht UMTS schneller: Statt Übertragungsraten von 384 Kilobit/Sekunde sind mit HSPA bis 14,4 Megabit/Sekunde möglich, der Upload wird auf bis zu 5,76 Mbit/s beschleunigt.

HSPA+

Und es geht noch schneller: HSPA+ ermöglicht Downloads mit bis zu 21 Megabit/Sekunde. Wenn Netzbetreiber und Endgerät zwei Verbindungen gleichzeitig aufbauen können, wird diese Rate noch einmal verdoppelt.

LTE oder 4G

Der Mobilfunkstandard der vierten Generation heißt LTE, kurz für „Long Term Evolution“. Er beschleunigt die Datenübertragung auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde, die Weiterentwicklung Cat4 macht bis 150 Mbit/s möglich. 4G wird oft synonym für LTE benutzt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×