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20.01.2006

11:15 Uhr

Ausblick enttäuscht

Motorola legt dank Razr zu

Der weltweit zweitgrößte Mobiltelefon-Hersteller hat im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2005 den Gewinn kräftig gesteigert. Zu verdanken hat Motorola dies seinem ultraflachen Razr-Handys. Das Unternehmen enttäuschte die Anleger allerdings mit dem Ausblick.

Die Razr-Handys machen Motorola Freude. Foto: ap

Die Razr-Handys machen Motorola Freude. Foto: ap

HB SCHAUMBURG. Motorola erhöhte seine weltweiten Handy-Auslieferungen im abgelaufenen Jahr um 40 Prozent auf 146 Millionen Stück. Im Schlussquartal stieg der Handy-Absatz ebenfalls um 40 Prozent auf 44,7 Mill. Stück, teilte Motorola am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Die gefragten Razr-Handys waren die Stars der Modellpalette und dürften nach Ansicht von Branchenkennern auch den Absatz im laufenden Jahr treiben. CEO Ed Zander kündigte eine Reihe neuer Razr-Modelle an. Motorola expandierte nicht nur im heimischen Markt und in anderen Industrieländern, sondern auch in rasch wachsenden Märkten wie China und Indien.

Die US-Gesellschaft steigerte ihren globalen Handy-Marktanteil nach eigenen Angaben im Schlussquartal gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 3,1 Punkte auf 19 Prozent. Motorola war in Nord- und Südamerika die Nummer eins und kam in Europa und Nordasien (China, Japan, Taiwan und Südkorea) auf Platz zwei. Branchenführer Nokia hat nach Branchenschätzungen einen globalen Marktanteil von rund einem Drittel, die südkoreanische Samsung-Gruppe bringt es auf etwa 13 Prozent.

Motorola erhöhte den Jahresumsatz um 18 Prozent auf 36,8 Mrd. Dollar (30,6 Mrd Euro). Der Gewinn verdreifachte sich auf 4,6 (Vorjahr: 1,5) Mrd. Dollar oder 1,81 (0,64) Dollar je Aktie. Dies gab Motorola mit Sitz in Schaumburg (Illinois) am Donnerstag bekannt. Motorola hatte zum Jahresende 10,5 Mrd. Dollar liquide Mittel.

Im Schlussquartal setzte Motorola 10,4 (8,8) Mrd. Dollar um und verdoppelte den Gewinn nahezu auf 1,2 (0,65) Mrd. Dollar oder 47 (26) Cent je Aktie. Sonderfaktoren steuerten insgesamt zwölf Cent je Aktie zum Quartalsgewinn bei. Motorola führte im Oktober-Dezember-Abschnitt 26 neue Handy-Modelle ein.

Das Mobilnetz-Geschäft mit Behörden und Unternehmen brachte einen Quartalsumsatz von 1,8 Mrd. Dollar, plus acht Prozent. Das Netzwerkgeschäft hatte einen Umsatzrückgang von vier Prozent auf 1,5 Mrd. Dollar. Andere Produkte steuerten 675 Mill. Dollar zum Umsatz bei.

Motorola erwartet für das erste Quartal 2006 einen Umsatz von 9,3 bis 9,5 Mrd. Dollar und unter Ausklammerung von Sonderfaktoren einen Gewinn von 27 bis 29 Cent je Aktie. Diese Prognose liege leicht unter den Analystenerwartungen, sagten Händler. Motorola-Aktien fielen im nachbörslichen Handel um 7,2 Prozent auf 22,60 Dollar.

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