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19.03.2012

07:58 Uhr

Ausschüttung

Apples 100-Milliarden-Dollar-Frage

Bisher ging der Technologiekonzern Apple sehr zurückhaltend mit Geldreserven um. Jetzt will der Konzern überraschend mitteilen, ob Firmenkäufe oder gar Dividenden anstehen. Apple-Anteilseigner dürfen gespannt sein.

Apple-Chef Tim Cook Reuters

Apple-Chef Tim Cook

Cupertino / New York / San FranciscoDer Technologiekonzern Apple hat die Spekulationen über eine bevorstehende Dividenden-Zahlung an seine Aktionäre befeuert. Apple will heute bekanntgeben, wie sein Geldberg von rund 100 Milliarden Dollar eingesetzt werden soll. Der iPhone-Hersteller setzte für Nachmittag deutscher Zeit eine Telefonkonferenz mit Konzernchef Tim Cook an. Hinweise darauf, was dabei angekündigt werden könnte, gab Apple in der Mitteilung vom Sonntag jedoch nicht. Experten halten eine Dividendenzahlung oder einen Aktienrückkauf für möglich.

Schon seit Mitte der 90er Jahre hat des Unternehmen keine Dividende mehr ausgezahlt. Damals stand Apple mit dem Rücken zur Wand, der 1997 zurückgekehrte Mitgründer Steve Jobs rettete es praktisch in letzter Minute. Inzwischen ist Apple jedoch zum teuersten Unternehmen der Welt aufgestiegen und vor allem der Erfolg von iPhone und iPad-Tablet trieb die Geldreserven zuletzt immer schneller in die Höhe. Zum Abschluss des vergangenen Quartals waren es beispiellose 97,6 Milliarden Dollar. Es sei mehr als man für den Unternehmensbetrieb brauche, räumte Cook zuletzt ein. Die Summe hatte zu immer lauter werden Forderungen geführt, Apple müsse deutlich machen, was mit diesem Geld passieren solle. Börsianer erwarten, dass der Konzern noch in diesem Jahr zur Zahlung einer Dividende zurückkehrt.

Bisher ging Apple sehr zurückhaltend mit den Geldreserven um. Wenn sie in die Hand genommen wurden, dann für kleinere Firmenzukäufe oder Milliarden-Deals, die eine langfristige Versorgung mit wichtigen Bauteilen wie Bildschirme oder Flash-Speicher sichern. Schon sei Monaten hieß es, man überlege intensiv, wie der Geldberg im besten Interesse des Unternehmens und der Aktionäre genutzt werden könne. Jetzt soll das Ergebnis dieser Überlegungen bekanntgegeben werden.

Apple hat rund 930 Millionen Aktien. Ein Problem ist allerdings, dass ein Großteil der Summe - etwa zwei Drittel - sich außerhalb der USA befindet. Sollte Apple dieses Geld in Amerika einsetzen wollen, würden hohe Steuern fällig.

Kommentare (3)

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bjarki

19.03.2012, 03:37 Uhr

Apple ist eine Blase. Und die wird platzen.

milo

19.03.2012, 06:22 Uhr

Apple sollte sich auf jeden Fall Berater von der Guete MacKinseys oder PWC am besten zusammen mit Goldman Sachs ins Haus hoplen, dann ist schnell von dem Geld nichts mehr da und Apple haette auf einmal einen Riesenschuldenberg.

CoRo11

19.03.2012, 07:33 Uhr

(...) "Apple hat rund 930 Millionen Aktien. Ein Problem ist allerdings, dass ein Großteil der Summe - etwa zwei Drittel - sich außerhalb der USA befindet. Sollte Apple dieses Geld in Amerika einsetzen wollen, würden hohe Steuern fällig."

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