Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.08.2013

13:21 Uhr

Autonomes Fahren

Google will Autobauer werden

Viele namhafte Autohersteller basteln am selbstfahrenden Auto. Unter den Etablierten mischt nun auch Google mit. Der Konzern plant offenbar den Bau eines selbstfahrenden Autos. Dabei helfen soll ihnen Continental.

Google baut am selbstfahrenden Auto und nutzt dafür derzeit den Prius von Toyota. Bald aber schon könnte der Konzern eigene Autos produzieren. AFP

Google baut am selbstfahrenden Auto und nutzt dafür derzeit den Prius von Toyota. Bald aber schon könnte der Konzern eigene Autos produzieren.

Mountain View/BerlinGoogle entwickelt laut einem unbestätigten Medienbericht ein eigenes selbstfahrendes Auto, statt seine Technik immer nur in die Wagen anderer Hersteller einzubauen. Der Internet-Konzern habe in den vergangenen Monaten Gespräche mit Auftragsfertigern über den Bau von Autos nach Google-Vorgaben geführt, berichtete der Technologie-Journalist Amir Efrati am späten Freitag. Der gut vernetzte Efrati war zuvor beim „Wall Street Journal“ und baut jetzt ein neues Technologie-Blog mit auf.

Google schwebe vor allem ein „Robo-Taxi“ vor, dass in Städten autonom Fahrgäste einsammeln und an ihr Ziel bringen könne, schrieb Efrati unter Berufung auf informierte Personen. Das wirft ein neuen Licht auf den Einstieg des Risikokapital-Arms Google Ventures mit über 250 Millionen beim amerikanischen Edel-Taxidienst Uber, über den am Freitag berichtet worden war. Bei der Firma kann man sich über eine Smartphone-App einen meist schwarzen Oberklassewagen bestellen.

Zugleich sei noch nicht endgültig entschieden, ob Google letztlich ein eigenes Auto in Auftrag geben werde, schränkte der Journalist ein. Der Internet-Konzern versuche auch nach wie vor, etablierte Autobauer ins Boot zu holen.

Google habe über die Produktion des eigenen Autos unter anderem mit dem deutschen Autozulieferer Continental und dem Auftragsfertiger Magna gesprochen, schrieb Efrati. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte diese Woche berichtet, Google und Conti näherten sich einem Kooperationsdeal beim autonomen Fahren, nähere Details blieben jedoch im Dunkeln.

Google testet schon seit mehreren Jahren selbstfahrende Autos in den USA. Die Wagen mit den markanten Radar-Aufbauten auf dem Dach legten mehr als eine halbe Millionen Kilometer vor allen in Kalifornien und Nevada zurück. Ursprünglich wurde die Technik in das Modell Prius von Toyota eingebaut, zuletzt waren auch andere Wagen zu sehen.

Die Autohersteller arbeiten an eigenen Konzepten für autonomes Fahren. Nach der Enthüllung des Google-Projekts vor rund drei Jahren intensivierten sie ihre Anstrengungen.

Zugleich glaube der Konzern nicht, dass die meisten Autohersteller komplett selbstfahrende Autos bauen wollten, schrieb Efrati unter Berufung auf seine Quellen. Viele Manager aus der Autobranche betonten in der Vergangenheit, man wolle den Autofahrer nicht bevormunden und Assistenzsysteme seien vor allem dazu da, den Menschen zu unterstützen.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Timeout

24.08.2013, 13:09 Uhr

Google macht einen schweren Fehler. Ich würde mich nicht um's Verrecken in eine Google-Sänfte setzen, bei der ich nichts mehr zu tun habe. Warum wohl bevorzugen die Leute noch immer ein Schaltgetriebe, wenn sie doch viel bequemer in einem Automatik-Fahrzeug rollen könnten.
Ebensowenig bin ich daran interessiert, ausgeforscht zu werden. Die können mir viel erzählen, ich traue den bezahlten Privat-Spionen nicht einen Millimeter mehr.
Google ist "Big Brother" and BB is watching me.

Account gelöscht!

24.08.2013, 14:52 Uhr

Erstmal scheint es ja um Taxis zu gehen und nicht um Autos, die man selbst fährt. Als Taxi wäre es ja eine Überlegung wert.

Erirad

25.08.2013, 14:37 Uhr

Der Mensch mit seinen Schwächen ist nun mal der Hauptverursacher aller Verkehrsunfälle. Autonomes Fahren wäre wirklich ein Segen.
Arbeitslosigkeit entsteht nicht durch effektivere Produktion und Dienstleistung, sondern ist der egoistischen, ungleichmäßigen Verteilung der erzeugten Waren geschuldet.

VG Erirad

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×