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13.09.2013

13:55 Uhr

Axel Springer

Marion Horn wird „BamS“-Chefredakteurin

Die „Bild am Sonntag“ hat eine neue Chefredakteurin: Marion Horn folgt auf Walter Mayer. Wer Horns Stelle als stellvertretende Chefredakteurin bei der „Bild“ übernimmt, entscheidet sich in Kürze.

Nach fünf Jahren bei der „BamS“ hat Ex-Chefredakteur das Unternehmen freiwillig verlassen, teilte Axel Springer mit. Reuters

Nach fünf Jahren bei der „BamS“ hat Ex-Chefredakteur das Unternehmen freiwillig verlassen, teilte Axel Springer mit.

BerlinWachwechsel an der Spitze der „Bild am Sonntag“ (BamS): Bereits im kommenden Monat übernimmt die stellvertretende „Bild“-Chefredakteurin Marion Horn (47) die „BamS“-Chefredaktion und tritt damit die Nachfolge von Walter Mayer (54) an.

Nach fünf Jahren an der Spitze des Blattes verlasse dieser das Unternehmen auf eigenen Wunsch, teilte die Axel Springer AG am Freitag in Berlin mit. Über die Nachfolge Horns als eine von zwei Stellvertretern von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann neben Alfred Draxler werde in Kürze entschieden.

Das Digitalgeschäft von Springer

Alles aufs Internet

Die Wurzeln der Axel Springer AG liegen im Zeitungsgeschäft, doch Konzernchef Mathias Döpfner setzt voll auf das Internet. Er verkaufte die traditionsreichen Regionalzeitungen „Berliner Morgenpost“ und „Hamburger Abendblatt“ wie auch die TV-Zeitschrift „Hörzu“ an die Funke-Gruppe. Die Einnahmen will Döpfner ins Digitalgeschäft investieren. Schon jetzt ist der Konzern hier sehr aktiv – nicht nur mit seinen Medienmarken.

Digitaler Journalismus

„Bild“ und „Welt“ sind im deutschsprachigen Internet wichtige Adressen. Die Axel Springer AG bietet einen Teil der Inhalte kostenlos an, hofft aber, den Umsatz mit Bezahlschranken zu steigern. Bei der „Welt“ können Nutzer nur 20 Artikel im Monat kostenlos lesen – ab dem 21. Text müssen sie ein Abo abschließen. Die Online-„Bild“ setzt auf das Freemium-Modell: Ein großer Teil der Inhalte ist kostenlos, für bestimmte Geschichten müssen die Leser zahlen.

Rubrikenanzeigen

Rubrikenanzeigen wandern mehr und mehr ins Internet ab. Die Axel Springer AG will mit Portalen für Immobilien, Jobs und Autoverkäufe von diesem Trend profitieren. Zu den Tochterfirmen gehören beispielsweise Immonet, das Stellenportal Stepstone und das Städteportal meinestadt.de.

Digitale Werbeprospekte

Der Zeitung liegen oft gedruckte Werbeprospekte bei – mit der Tochterfirma Kaufda übertragt Springer das Konzept ins digitale Zeitalter. Nutzer können die Broschüren der Einzelhändler aus ihrer Stadt gebündelt aufrufen und durchsuchen.

Online-Werbung

Mit der Mehrheitsbeteiligung Zanox ist Springer im Online-Marketing aktiv. Der Dienstleister vermittelt über seine Plattform Werbung – Provisionen bekommt er, wenn ein Geschäft zustande kommt. Deswegen ist auch vom erfolgsbasierten Online-Marketing die Rede. Zanox ist nicht nur in Europa, sondern auch in den USA aktiv.

Preisvergleiche

Das Portal idealo.de vergleicht Preise und bündelt Testberichte und Nutzermeinungen zu Produkten. Aktiv ist es in etlichen europäischen Ländern sowie in den USA. Springer gehören 74,9 Prozent des Unternehmens.

Konkurrenz setzt auf Handel und Spiele

Auch andere Medienhäuser suchen nach neuen Einnahmequellen – und entfernen sich dabei noch weiter vom Stammgeschäft. Burda etwa setzt auf den Online-Handel, unter anderem mit Tierfutter. Die TV-Kette Prosieben Sat.1 investiert in Online-Spiele.

Zu Mayers Plänen wurden keine Angaben gemacht. Die „Bild am Sonntag“ gewinnt zudem einen weiteren stellvertretenden Chefredakteur hinzu, Nicolaus Fest (51) beginnt ebenfalls am 1. Oktober. Er ist laut Verlag derzeit als Mitglied der „Bild“-Chefredaktion für Sonderaufgaben zuständig.

Von

dpa

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