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24.01.2014

12:05 Uhr

Ballmer-Nachfolge

Chefsuche bei Microsoft geht weiter

Es läuft gut für Microsoft: Der Software-Hersteller steigert den Gewinn und holt mehr heraus, als die Analysten erwartet hatten. Die Ernennung eines Nachfolgers für Steve Ballmer lässt aber auf sich warten.

Absatzzahlen

Die Ups and Downs von Microsoft

Absatzzahlen: Die Ups and Downs von Microsoft

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SeattleDer Verkaufserfolg der neuen Spielekonsole Xbox One hat Microsoft ein glänzendes Weihnachtsquartal beschert. Zusammen mit einem weiterhin rund laufenden Geschäft mit Firmenkunden sorgte dies für einen Umsatz- und Gewinnzuwachs, der über den Erwartungen der Analysten lag. Nicht erfüllt wurden indes die Hoffnungen auf Neuigkeiten bei der Chefsuche. Noch-Microsoft-Chef Steve Ballmer will bis zum August seinen Posten an der Spitze des Konzerns räumen.

Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 24,5 Milliarden Dollar (17,9 Mrd Euro). Der Gewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar zu. Die Investitionen in Geräte und Services zahlten sich aus, erklärte Ballmer am Donnerstag am Sitz in Redmond.

Die Börsianer hatten nicht damit gerechnet, dass sich Microsoft so gut schlägt. „Ein sehr schönes Quartal“, lobte ein Analyst in der Telefonkonferenz mit Finanzchefin Amy Hood. Diese erwartet, dass der gute Lauf anhält - trotz des weiter schwachen PC-Marktes. Die Aktie stieg nachbörslich um 4 Prozent. „Diese Firma überholt jedes andere große Unternehmen um Längen“, sagte Brent Thill, Analyst bei UBS in San Francisco der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Sie tun die richtigen Dinge.“

Das kann das neue Microsoft Office

Umstellung auf Touchscreens

Anfang 2013 brachte Microsoft eine gründlich überarbeitete Version seiner Büro-Software Office heraus. Die augenscheinlichste Änderung: Die Software lässt sich zwar wie gehabt mit Tastatur und Maus bedienen, aber auch über einen Touchscreen.

Noch nicht für alle Betriebssysteme

Für Windows 8, das Betriebssystem aus eigenem Haus, hat Microsoft eigene App entwickelt. Für andere mobile Geräte stehen jedoch noch keine eigenständigen Anwendungen parat – Nutzer dieser Geräte können müssen sich mit dem Browser behelfen. Office läuft somit vor allem auf Windows-Geräten.

Verbindung mit der Cloud

Integraler Bestandteil des neuen Office ist der Online-Speicher Skydrive. Nutzer können hier ihre Dokumente ablegen und von überall aus laden – Briefe, Präsentationen und Tabellen sind so auf allen Geräten aktuell. Zudem lassen sich die persönlichen Einstellungen in der Wolke sichern, zum Beispiel die Liste der zuletzt bearbeiteten Dokumente oder eigene Vorlagen.

Entweder kaufen oder mieten

Microsoft verkauft die Software, vermietet sie aber unter dem Namen Office 365 auch. Für 100 Euro pro Jahr können Anwender die Programme auf fünf verschiedenen Geräten nutzen. Anders als beim Konkurrenten Google Docs läuft Office auf dem lokalen Gerät, nur die Daten werden übers Netz heruntergeladen.

Arbeit mit mehreren Geräten

Das neue Office erleichtert die Arbeit mit mehreren Geräten. Ein Beispiel: Wer zu Hause einen Text schreibt und ihn anschließend im Büro öffnet, kann gleich zur letzten Position springen.

Nah dran an Sozialen Netzwerken

Das neue Office soll es erleichtern, das Adressbuch aktuell zu halten. Nutzer können Daten aus Facebook und LinkedIn mit den eigenen Kontakten zusammenzuführen – die Daten werden auf einer Kontaktkarte zusammengefasst.

Die Xbox One war im November herausgekommen - zeitgleich mit der ebenfalls sehr erfolgreichen Playstation 4 von Sony. Eine ursprünglich geplante Online-Pflicht und Restriktionen bei gebrauchten Spielen hatten zunächst viele Xbox-Nutzer verschreckt. Trotz des unglücklichen Anlaufs lieferte Microsoft beim Start 3,9 Millionen Stück im Quartal aus - plus 3,5 Millionen vom Vorgänger Xbox 360. Sony setzte im gleichen Zeitraum 4,2 Millionen Playstation 4 ab und hat damit nur leicht die Nase vorn.

Microsoft hatte beim firmeneigenen Tablet-Computer Surface ebenfalls für das Weihnachtsgeschäft neue Modelle herausgebracht. Der Erfolg war eine Verdopplung des Umsatzes zum Vorquartal auf 893 Millionen Dollar. Allerdings war auch das Ausgangsniveau vergleichsweise niedrig.

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