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26.07.2012

09:51 Uhr

Batman-Film startet

Milliardengeschäft im Schatten der Tragödie

VonNils Rüdel

Heute läuft „The Dark Knight Rises“ in Deutschland an. Hinter dem neuesten Batman-Film steht eine Milliardenindustrie. Doch angesichts der Toten des Kino-Amoklaufs will sich niemand so recht über die Umsätze freuen.

Batman-Darsteller besucht Opfer

Krankenbesuch von Christian Bale

Batman-Darsteller besucht Opfer: Krankenbesuch von Christian Bale

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WashingtonDie Manager des US-Filmstudios Warner Bros. haben dieser Tage keine leichte Aufgabe. Normalerweise müssten sie ihren neuesten Megablockbuster „Batman – The Dark Knight Rises“ vermarkten. Sie müssten Erfolgsmeldungen herausposaunen und zusehen, dass der Film so viel Geld einspielt wie nur möglich.

Doch unter dem Eindruck des Amoklaufs bei der Premiere am vergangenen Freitag im amerikanischen Aurora, bei dem zwölf Menschen starben, ist nichts mehr normal in Hollywood. Wie kann man Geschäfte machen mit einem Film, der für immer mit der Tragödie verbunden sein wird?

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Warner Bros., die Filmtochter des US-Medienkonzerns Time Warner, hatte nach dem Attentat reagiert. Sie zog die Werbetrailer im Fernsehen zurück, sagte die Premiere in Paris ab und verzichtete zunächst darauf, Einspielergebnisse zu veröffentlichen. Opfern und Angehörigen drückte der Konzern sein Mitgefühl aus und spendete eine unbekannte Summe. Hauptdarsteller Christian Bale besuchte Überlebende im Krankenhaus.

Batman-Kinofilme

Sieben Kinofilme

Mit „The Dark Knight Rises“ gibt es nun insgesamt sieben Batman-Kinofilme. Der erste Film stammt aus dem Jahr 1989.

Batman (1989)

Hauptdarsteller: Michael Keaton
Batmans-Gegner: Joker (Jack Nicholson)
Regie: Tim Burton
Einnahmen: rund 1,4 Milliarden Dollar

Batmans Rückkehr (1992)

Hauptdarsteller: Michael Keaton
Batmans-Gegner: Pinguin (Danny DeVito)
Regie: Tim Burton
Einnahmen: rund 400 Millionen Dollar

Batman Forever (1995)

Hauptdarsteller: Val Kilmer
Batmans-Gegner: Two-Face (Harvey Dent) und Riddler (Jim Carrey)
Regie: Joel Schumacher
Einnahmen: rund 330 Millionen Dollar

Batman & Robin (1997)

Hauptdarsteller: George Clooney und Dick Grayson (Robin)
Batmans-Gegner: Mr. Freeze (Arnold Schwarzenegger) und Poison Ivy (Uma Thurman)
Regie: Joel Schumacher
Einnahmen: rund 240 Millionen Dollar

Batman Begins (2005)

Hauptdarsteller: Christian Bale
Batmans-Gegner: Ra’s al Ghul (Liam Neeson)
Regie: Christopher Nolan
Einnahmen: rund 370 Millionen Dollar

Batman – The Dark Knight (2008)

Hauptdarsteller: Christian Bale
Batmans-Gegner: Joker (Heath Ledger)
Regie: Christopher Nolan
Einnahmen: mehr als eine Milliarde Dollar

Batman – The Dark Knight Rises (2012)

Hauptdarsteller: Christian Bale
Batmans-Gegner: Bane (Tom Hardy)
Regie: Christopher Nolan

Der riesige Vermarktungszirkus für die Produktion „The Dark Knight Rises“, die heute in Deutschland anläuft, ist damit erst einmal verstummt. Wie lange, ist offen. Eine Einschätzung abzugeben traute sich öffentlich nur der ehemalige Marketingchef des Warner-Konkurrenten Columbia Pictures: „Das wird nur kurzfristig so sein“, sagte Peter Sealey der Nachrichtenagentur Reuters. „Dieser Film wird fünf oder sechs Wochen laufen und immer noch ein gutes Geschäft sein“.

Denn trotz des respektvollen Schweigens der Branche kommt ja reichlich Geld herein: Bis Sonntag spielte der Film in den USA und Kanada laut Warner mehr als 160 Millionen Dollar ein – das dritterfolgreichste Eröffnungswochenende der US-Kinogeschichte.

Kommentare (8)

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KARMA

26.07.2012, 10:03 Uhr

ja ja, „die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht wieder los.“

Wer Wind streut, wird Sturm ernten.

Ich bin immer wieder erstaunt wie sorglos Menschen mit diesen Gewalt-initiierenden Sachen umgehen und sich dann ausjammern, nur weil mal ihr Kind ermordet hat.

Hanf

26.07.2012, 10:12 Uhr

Seit wann gibt es im "Big Business" sowas wie Moral und Anstand? Bitte hören Sie auf damit!

Leser

26.07.2012, 10:48 Uhr

Erst ist der Film schuld jetzt wieder die bösen Machthaber ...
Das natürlich der Junge selbst aufgrund völligen Moralverlusts und psychischer Gestörtheit eine grausame Tat verübt kann wohl kein Grund sein. Ich finde es schlimm, dass diese Leute immer wieder weltweit eine Bühne und Aufmerksamkeit bekommen, denn genau das wollen die doch und gleichzeitig scheint es, je öfter sowas dann wieder über Wochen täglich in den Medien ist, für andere Gestörte als annehmbares Mittel. Früher haben sich diese Leute in ihrer Depression einfach das Leben genommen. Heute bringen sie vorher noch einen Haufen Menschen um. Ich denke das liegt vor allem an dem medialen Umgang damit.
Nur aufgrund einem von mehr als einer Million Menschen wird wieder eine gesellschaftliche Debatte losgetreten, man kann eben nicht jedem kranken Menschen helfen, so schlimme folgen das auch hat.

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