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22.07.2011

07:57 Uhr

Beatles-Label

Medienkonzerne erwägen Gebote für EMI

Die zum Verkauf stehende Plattenfirma EMI weckt das Interesse großer Medienkonzerne. Neben einer Bertelsmann-Tochter sollen auch Sony Music und Universal das Traditionslabel übernehmen wollen.

Das EMI-Büro in London. Quelle: ap

Das EMI-Büro in London.

New YorkAn der Traditionsplattenfirma EMI sind Kreisen zufolge mehrere Medienkonzerne interessiert, darunter auch die Musikrechte-Tochter von Bertelsmann. Neben BMG Music Rights, dem Joint Venture der Deutschen mit dem Finanzinvestor KKR, hätten unter anderem auch Sony Music und die Vivendi-Tochter Universal ein Auge auf das Unternehmen oder Teile davon geworfen, sagten fünf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die US-Großbank Citigroup hatte EMI im Februar übernommen und stellte das Musiklabel inzwischen zum Verkauf. Die Briten vertreiben Weltstars wie die Beatles, Coldplay und Kylie Minogue. EMI gilt in der Musikindustrie als eines der letzten attraktiven Übernahmeziele, seit der Finanzinvestor Access Industries im Mai Warner Music für 3,3 Milliarden Dollar übernommen hatte.

Zuvor hatte Bertelsmann angekündigt, Warner oder EMI zu einem vertretbaren Preis kaufen zu wollen. Access ist den Kreisen zufolge auch bei EMI wieder im Rennen. Analysten schätzen den Preis für EMI auf 2,5 bis 4,0 Milliarden Dollar.

Bertelsmann hatte sich 2008 aus der kriselnden Musikbranche verabschiedet und seinen Anteil am Platten-Joint-Venture Sony BMG an die Japaner verkauft. Mit dem KKR-Gemeinschaftsunternehmen BMG will Bertelsmann im Musikrechtehandel Geld verdienen. Bei BMG war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Von

rtr

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