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02.08.2014

12:17 Uhr

Beats

Apple schließt Übernahme ab und streicht Stellen

Apple hat die Übernahme des Kopfhörer-Produzenten Beats perfekt gemacht. Bei Beats sollen 200 der bisher 700 Arbeitsplätze wegfallen. Apple will den betroffenen Mitarbeitern andere Stellen im Konzern anbieten.

Die Hifi-Firma Bose wirft Beats Patentverletzungen vor und zog vor Gericht. Der Abschluss der Übernahme zeigt, dass sich Apple weitgehend unbeeindruckt von einer Klage des Hifi-Spezialisten gibt. dpa

Die Hifi-Firma Bose wirft Beats Patentverletzungen vor und zog vor Gericht. Der Abschluss der Übernahme zeigt, dass sich Apple weitgehend unbeeindruckt von einer Klage des Hifi-Spezialisten gibt.

CupertinoApple hat die Übernahme des Kopfhörer-Anbieter Beats gut zwei Monate nach der Ankündigung abgeschlossen. Der iPhone-Konzern gab den Vollzug des drei Milliarden Dollar (rund 2,2 Milliarden Euro) schweren Deals am späten Freitag bekannt. Zu Beats gehört auch ein Musik-Streamingdienst, für den sich Apple besonders interessiert haben soll.

Nach Informationen des „Wall Street Journal“ soll der bisherige Chef des Abo-Dienstes von Beats, Ian Rogers, auch die Führung bei Apples hauseigenem Service iTunes Radio übernehmen. Der Konzern hatte das werbefinanzierte Internet-Radio im vergangenen Jahr in den USA gestartet. Nach Informationen der Zeitung sollen bei Beats 200 der bisher 700 Arbeitsplätze wegfallen, hauptsächlich in der Verwaltung. Apple wolle den betroffenen Mitarbeitern andere Stellen im Konzern anbieten.

Alles rund um iTunes

Auch die Beatles sind dabei

2003 ging der iTunes Store mit 200.000 Songs an den Start, Apple erweiterte den Katalog aber stetig. Heute stehen rund 37 Millionen Lieder bereit, auch notorische Verweigerer wie die Beatles bieten ihre Musik dort mittlerweile an.

Von den USA aus in alle Welt

Seine Anfänge nahm iTunes in den USA, dem Heimatmarkt von Apple. Doch der iPod-Hersteller expandierte schnell: 2004 ging die Musik-Plattform in Deutschland an den Start, heute ist sie in 120 Ländern verfügbar.

25 Milliarden Songs in zehn Jahren

Die Beliebtheit des iTunes Music Store lässt sich an den Download-Zahlen ablesen. Die erste Milliarde hatte Apple im Februar 2006 zusammen, die zweite im Januar 2007. Im Februar 2013 vermeldete der Konzern, dass die Grenze von 25 Milliarden Songs erreicht sei.

Hollywood trifft Mathevorlesung

Apple hat iTunes inzwischen zu einer großen Videoplattform ausgebaut. Mehr als 65.000 Filme gibt es zum Ausleihen oder Kaufen, zudem mehr als 250.000 TV-Episoden. Zudem bietet Apple über iTunes U Lehrmaterialien an, darunter Videos von zahlreichen Vorlesungen.

Die eigene Musik in der Cloud

Im Cloud-Speicher von iTunes Match können Nutzer für 25 Euro im Jahr ihre eigene Musiksammlung ablegen. So haben sie von anderen Geräten aus Zugriff darauf.

Radio à la Apple

Seit September 2013 bietet Apple aus einen werbefinanzierten Streaming-Dienst namens iTunes Radio an. Dieser ging zunächst in den USA an den Start, der Konzern will ihn aber schrittweise auch in anderen Ländern anbieten.

Die Grundlage für den App Store

Auf der iTunes-Infrastruktur baut auch der App Store von Apple auf, in dem Nutzer Anwendungen für iPhone, iPad und iPod touch herunterladen können. Mehr als eine Million Apps stehen zur Verfügung.

Soziales Netzwerk Ping

Keinen Erfolg hatte Apple mit dem Musik-Netzwerk Ping, in dem sich Nutzer mit Freunden über Musik austauschen und Künstlern wie bei Facebook oder Twitter folgen können sollten. 2012 beendete der Konzern das Projekt nach zwei Jahren.

Der Abschluss der Übernahme zeigt, dass sich Apple weitgehend unbeeindruckt von einer Klage des Hifi-Spezialisten Bose gibt. Bose hatte Beats vor wenigen Tagen mit dem Vorwurf von Patentverletzungen verklagt. Dabei geht es um Technologie zur aktiven Geräuschunterdrückung in den Beats-Kopfhörern, bei der zum Beispiel der Umgebungslärm im Flugzeug neutralisiert wird.

Von

dpa

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