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18.09.2013

11:43 Uhr

Behördenanfragen

Auch Linkedin klagt für Transparenz

Auch das Karriere-Netzwerk Linkedin geht für mehr Transparenz bei Geheimdienst-Anfragen nach Nutzerdaten vor Gericht. Linkedin will die Anfragen der US-Behörden veröffentlichen dürfen.

LinkedIn zieht für mehr Transparenz vor Gericht. Das Karriere-Netzwerk versucht das Recht einzuklagen, US-Behördenanfragen veröffentlichen zu dürfen. ap

LinkedIn zieht für mehr Transparenz vor Gericht. Das Karriere-Netzwerk versucht das Recht einzuklagen, US-Behördenanfragen veröffentlichen zu dürfen.

Berlin/Mountain ViewAuch das Karriere-Netzwerk Linkedin zieht für mehr Transparenz bei Geheimdienst-Anfragen nach Nutzerdaten vor Gericht in den USA. Linkedin will Informationen zu US-Behördenanfragen veröffentlichen dürfen, die in den Bereich der „nationalen Sicherheit“ fallen. Dafür streitet das Netzwerk vor dem zuständigen Geheimgericht FISC in den USA, wie Linkedin am Dienstag (Ortszeit) in einem Firmenblog mitteilte. Bisher darf das Netzwerk ebenso wie andere betroffene Firmen keine Detail-Informationen über solche Anfragen herausgeben.

„Wir haben monatelang mit der US-Regierung diskutiert“, um Informationen zu solchen Anfragen etwa der Geheimdienste veröffentlichen zu dürfen, schrieb die Justiziarin des Netzwerkes, Erika Rottenberg. Die Bemühungen seien ergebnislos geblieben. „Wir haben keine Wahl, als die Position der US-Regierung gerichtlich anzufechten.“

Wer seit wann beim Schnüffelprogramm PRISM mitmacht

Microsoft

11. September 2007

Yahoo

12. März 2008

Google

14. Januar 2009

Facebook

3. Juni 2009

Paltalk

7. Dezember 2009

YouTube

12. März 2008

Skype

6. Februar 2011

AOL

31. März 2011

Apple

Oktober 2012

Dropbox

„Coming soon“

Auch Internetdienste wie Google, Yahoo und Facebook klagen gegen die strengen Geheimhaltungsregeln. Sie wollen das Vertrauen ihrer Nutzer und damit ihre Geschäftsgrundlage sichern. Die Firmen wurde zwar inzwischen erlaubt, Anfragen mit Bezug zur nationalen Sicherheit in ihre Gesamt-Statistik aufzunehmen. Allerdings dürfen sie jetzt die Zahlen zu Anfragen von US-Behörden nur in einer recht weiten Spanne nennen. Dagegen kämpfen die Internet-Firmen an.

Im Gegensatz zu den anderen Firmen wurde Linkedin bisher nicht im Zusammenhang mit dem Programm „Prism“ des US-Geheimdienstes NSA genannt. Mit diesem Programm kann die NSA Berichten zufolge auf Nutzerdaten bei Internetfirmen zugreifen.

Von

dpa

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