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13.02.2004

07:16 Uhr

Bei der Bewertung der Kreditwürdigkeit würde Comcast von der Fusion profitieren, Disney verlieren

Gemischtwarenladen der Medienbranche

Die Botschaft sollte beruhigen, und sie kam an bei den Mitarbeitern von Walt Disney: „Wir werden weiter in Philadelphia sein und Disney in Los Angeles“, sagte Comcast-Chef Brian Roberts und legte damit einen Finger auf einen wunden Punkt in der geplanten Übernahme des Medienkonzerns.

pos/Reuters DÜSSELDORF. Kaum ein anderes Medienunternehmen ist dermaßen breit aufgestellt wie Walt Disney – und damit so schwierig zu lenken. Die Mischung aus Fernseh- und Radiosendern, Freizeitparks, Filmstudios und Einzelhandel ist einzigartig im Medienbereich.

Der kalifornische Medienriese erwirtschaftete 2003 einem Umsatz von rund 27 Mrd. $. Der mittlerweile größte Umsatzbringer sind die Media-Networks mit 40 %, verantwortlich für 38 % des operativen Ergebnisses. Hier kennt sich Kaufinteressent Comcast aus: Es geht um Radio- und Fernsehstationen wie den Sender ABC und Kabel-TV-Kanäle wie den Sportsender ESPN. Comcast-President Steve Burke – ein früherer Disney-Manager – will hier durch intensive Zusammenarbeit bis zu 200 Mill. $ sparen. Zusammen mit Comcast könnte Disney dem großen Wettbewerber News Corp. Paroli bieten, der auf den Satelliten-Anbieter DirecTV setzt.

Solche Annäherungen hält Wolfram Winter, Chef von Universal Studio Networks Deutschland, grundsätzlich für einen „logischen Schritt“. Universal war kürzlich vom US-Fernsehriesen NBC übernommen worden. „Natürlich hat so etwas Auswirkungen“, sagt Winter. „Aber man muss es mit der richtigen Einstellung sehen. NBC ist der erfolgreichste Fernsehsender Amerikas, und es ist gut, wenn man in einem solchen Unternehmen arbeiten kann.“

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