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09.10.2014

18:42 Uhr

Berüchtigter Investor

Icahn mischt sich wieder bei Apple ein

Der gefürchtete Hedgefonds-Investor Carl Icahn will schon wieder an Apples prall gefüllte Firmenkasse. Dabei bedrängt der 78-jährige Finanzhai Firmenchef Tim Cook – die Apple-Aktien seien eigentlich das Doppelte wert.

Der Milliardenschwere Investor Carl Icahn versucht sich bei Apple ins Geschäft einzumischen. Mal wieder. Diesmal geht es um Aktienrückkäufe. Reuters

Der Milliardenschwere Investor Carl Icahn versucht sich bei Apple ins Geschäft einzumischen. Mal wieder. Diesmal geht es um Aktienrückkäufe.

BangaloreDer unbequeme Großinvestor Carl Icahn hat einen neuen Angriff auf Apples Bargeld-Reserven eingeleitet. In einem offenen Brief an Konzernchef Tim Cook bezeichnete Icahn die Anteilsscheine des iPhone-Riesen am Donnerstag als viel zu billig - der Kurs müsse doppelt so hoch stehen. Icahn forderte abermals eine Ausweitung der Aktienrückkäufe.

Angesichts der Wachstumsaussichten sei die Bewertung „irrational“, teilte der wegen seiner ständigen Einmischungen in Management-Belange gefürchtete Investor mit. Die Apple-Aktie notiert derzeit bei 101 Dollar. Icahn hält eine Bewertung von 203 Dollar für angemessen. Die Börse wollte sich der Einschätzung am Donnerstag nicht auf Anhieb anschließen - im New Yorker Handel notierten die Apple-Papiere nur leicht im Plus.

Wegen der „massiven Unterbewertung“ sollten die 133 Milliarden Dollar (104 Milliarden Euro) schweren Barreserven des Konzerns „sinnvoll“ eingesetzt werden, argumentiert Icahn. Um den Aktienkurs auf ein angemessenes Niveau zu hieven, solle das Unternehmen mehr eigene Aktien zurückkaufen. Icahn war 2013 in größerem Stil bei Apple eingestiegen, sein Hedgefonds hält 53 Millionen Anteilsscheine.

Bereits im letzten Jahr hatte Icahn lautstark nach einer Ausweitung der Aktienrückkäufe verlangt. Er hatte angekündigt, Investoren für einen Showdown auf der Hauptversammlung zu mobilisieren. Im Februar gab er aber vorerst Ruhe.

Icahn ist laut „Forbes“ der reichste Mann der Wall Street und ein „Corporate Raider“ (Firmenplünderer) der alten Schule. Seit den großen Übernahmeschlachten der 1980er Jahre macht der 78-Jährige von sich reden, indem er Unternehmen aufmischt und an Stühlen in den Chefetagen sägt. Ziel ist immer, die Erträge für Aktionäre zu erhöhen.

Zuletzt drückte Icahn eine Personalrochade bei dem Autovermieter Hertz durch und feierte einen großen Triumph durch die von ihm geforderte Trennung Ebays von der Tochter PayPal, gegen die sich der Konzern lange gesträubt hatte. Der Online-Bezahldienst PayPal soll im kommenden Jahr an die Börse gebracht werden.

Von

rtr

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