Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.04.2014

11:27 Uhr

Beschlagnahmtes Vermögen

Kim Dotcom bekommt Autos, Geld und Schmuck zurück

Internet-Millionär Kim Dotcom ist in den USA wegen massiven Urheberrechtsverletzungen angeklagt. Doch das Verfahren zur Auslieferung zieht sich – und Dotcom könnte auch bald wieder in seinen geliebten Autos herumfahren.

Kim Dotcom könnte bald seine beschlagnahmten Vermögenswerte zurückbekommen. Reuters

Kim Dotcom könnte bald seine beschlagnahmten Vermögenswerte zurückbekommen.

WellingtonDer in den USA angeklagte deutschstämmige Internet-Unternehmer Kim Dotcom soll seine in Neuseeland beschlagnahmten Vermögenswerte zurückbekommen. Ein Gericht in Auckland weigerte sich, einen Beschluss zur Beschlagnahmung von Autos, Bargeld, Schmuck, Kunstwerken und anderem im Wert von 11,8 Millionen neuseeländische Dollar (7,4 Millionen Euro) zu erneuern, berichtete Radio Neuseeland am Donnerstag.

Die Sachen waren auf Antrag der US-Behörden bei einer Razzia im Januar 2012 auf seinem Anwesen in Coatesville bei Auckland beschlagnahmt worden. Die neuseeländische Polizei nahm Dotcom damals vorübergehend fest. Er ist der Gründer der Datenplattform Megaupload. Bei ihr habe es massive Copyright-Verletzungen gegeben, sagen die amerikanischen Ankläger. Der Schaden für Rechteinhaber belaufe sich auf einer halben Milliarde Dollar. Sie schlossen die Plattform. Die USA haben Dotcoms Auslieferung beantragt. Dotcom kämpft dagegen.

Dotcom erfuhr am Vorabend von der Entscheidung und twitterte Fotos von sich selbst mit mehreren seiner Luxusautos:

Dem Unternehmer gehören unter anderem ein pinkfarbener Cadillac aus dem Jahr 1959 und ein Rolls-Royce Phantom. Wenn die Ankläger nicht in Berufung gehen, müssen die Vermögenswerte innerhalb von zwei Wochen zurückgegeben werden.

Dotcom berichtete auf Twitter zudem, er habe in Hongkong eine Klage gegen die Schließung von Megaupload eingereicht. Vor wenigen Tagen legten die sechs großen Hollywood-Studios und der amerikanische Musikindustrie-Verband RIAA mit eigenen Klagen gegen Megaupload und den Unternehmer nach. Dotcom stellte inzwischen eine neue Datenplattform mit den Namen Mega auf die Beine.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

17.04.2014, 11:55 Uhr

Der Schaden beläuft sich auf 500 Millionen Dollar. Da sieht man mal wie diese dorfdeppen rechnen. Ich gehe mal davon aus dass diese Schadensrechnung "etwas höher" angesetzt ist um um zu trommeln.
Kim hat mit seinem Laden 250 Millionen eingenommen.
Was bedeutet dies? Es bedeutet wenn Hollywood nur ein wenig seine Infrastruktur anpassen würde könnten die über ein Portal diese Kohle einsacken und wahrscheinlich sogar am ende noch mehr als diese 500 Millionen Gesamtschaden. Aber stattdessen wird der vorsinflutliche Weg über die Kinos (zuerst USA dann der Rest), die DVDs mit Sammelfiguren, Paytv, Privatsender, öffentlich rechtliche eingehalten. Geschieht euch ganz recht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×