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31.10.2016

12:21 Uhr

Big Data

Unternehmen misstrauen Datenanalysen

VonIna Karabasz

Daten sammeln ja, aber den Auswertungen vertrauen? Eine neue Studie kommt zu dem Schluss, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen diese Frage mit Nein beantworten.

Der Mehrwert der massenhaften Datensammlung entsteht durch die Analyse. dpa

Big Data

Der Mehrwert der massenhaften Datensammlung entsteht durch die Analyse.

DüsseldorfZwei Wörter geistern bereits seit Jahren durch alle Branchen: Big Data. Unternehmen erhoffen sich davon viel – verspricht das massenhafte Sammeln von Daten doch so einiges. Es soll etwa helfen, Prozesse zu optimieren, Kunden besser zu verstehen oder das Wetter genauer vorhersagen zu können. Den Fantasien scheinen dabei kaum Grenzen gesetzt.

Die Daten alleine helfen dabei jedoch nicht per se, der Mehrwert ergibt sich aus ihrer Analyse. Doch genau diesen Untersuchungen vertrauen Managern nicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, deren Ergebnisse dem Handelsblatt vorab vorliegen. Dafür wurden knapp 2200 Entscheider aus Unternehmen weltweit befragt, 200 davon in Deutschland. KPMG zufolge erklärte etwa jeder zweite (53 Prozent), er fürchte, dass Datenanalysen dem Ruf des Unternehmens schaden würden.

Das Vertrauen nimmt im Prozess der Auswertung der Daten sogar ab, erklären die Wirtschaftsprüfer. Zunächst würden noch 77 Prozent den Daten vertrauen, die gesammelt werden. Geht es um die Auswertung der Informationen, sagen das nur noch 60 Prozent der Befragten. Geht es dann darum, daran den Erfolg einer Maßnahme zu bemessen, vertrauen nur noch 40 Prozent der Entscheider den Ergebnissen.

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Der Digitalverband Bitkom kam in einer Studie im Auftrag von KPMG Mitte dieses Jahres zu dem Ergebnis, dass bereits 35 Prozent der deutschen Unternehmen Big Data Analysen nutzen. Zwei Jahre zuvor waren es 23 Prozent. 80 Prozent der Befragten gaben an, dass relevante Entscheidungen zunehmend auf Erkenntnissen aus der Analyse von Daten basieren.

Kommentare (1)

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G. Nampf

31.10.2016, 13:30 Uhr

Wer den gesammelten Daten mißtraut, sollte einfach keine Daten sammeln, denn die Annahme, daß die Daten falsch sind, macht das Datensammeln grundsätzlich überflüssig.

Wer der Auswertng der Daten mißtraut, braucht keine Daten, denn ohne Auswertung sind die Daten wertlos.

Wer den Erkenntnissen aus der Auswertung mißtraut und sie nicht in den Bertiebsprozesse einfließen läßt, braucht keine Auswertung und damit keine Daten.

Dann hört endlich auf, uns Bürger/ Angestellte/Kunden immer gründlicher zu durchleuchten !!!!!

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