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23.01.2006

09:19 Uhr

Bilanz 2005

Loewe schafft es operativ aus den roten Zahlen

Die Sanierung beim Fernsehgerätehersteller Loewe greift. Nach zwei Krisenjahren hat das Unternehmen 2005 operativ wieder Geld verdient.

HB MÜNCHEN. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei wie angekündigt ein Gewinn von rund 2 Mill. Euro verbucht worden, teilte das im Kleinwertesegment SDax gelistete Unternehmen am Montag im fränkischen Kronach mit. Im Jahr 2004 hatte der Konzern noch fast 26 Mill. Euro Verlust erwirtschaftet. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf 318 Mill. Euro.

Für 2006 kündigte Loewe eine weitere Steigerung des Umsatzes auf 330 bis 350 Mill. Euro an. Der operative Gewinn soll auf 5 bis 10 Mill. Euro zulegen. Speziell von der Fußball-WM verspricht sich das Unternehmen gute Geschäfte. Loewe setzt darauf, dass sich viele Fußball-Fans neue hochauflösende Ferseher (HDTV) kaufen.

Loewe war mit dem Umbruch vom Röhren- zum Flachbildfernseher in Turbulenzen geraten. Das einstige Vorzeigeunternehmen hatte zu lange auf die alte Technik gesetzt und den neuen Markt verschlafen. Erst mit Hilfe des japanischen Technologiekonzerns Sharp, der sich auch finanziell an Loewe beteiligt hat, ging es wieder bergauf.

Loewe führt das Umsatzwachstum in Deutschland und in den europäischen Kernmärkten auf die Entwicklung bei Flachdisplay-Geräten sowie das „deutlich breitere Loewe Produktportfolio“ zurück. Im vergangenen Jahr habe sich der Umsatzanteil der Flachdisplay-TVs am Loewe-Umsatz mit Fernsehgeräten auf mehr als 80 Prozent erhöht nach nur 39 Prozent im Jahr 2004.

„Loewe hat im vergangenen Jahr die Trendwende geschafft und ist die führende Premiummarke im europäischen Flachbildschirmmarkt“, sagte Firmenchef Rainer Hecker. Der Marktanteil von Loewe am europäischen Flachbildschirm-TV-Markt kletterte gemessen am Umsatz auf 4,9 Prozent nach 1,9 Prozent im Jahr zuvor. Wie früher bei Röhrenfernsehern konzentriert sich Loewe auch bei Flachbildschirmen eher auf das hochpreisige Segment. Das fränkische Unternehmen konkurriert etwa mit dem dänischen Nobel-Hersteller Bang & Olufsen.

Einige Experten sind aber skeptisch, ob der Aufschwung dauerhaft ist. Denn bei Röhrenfernsehern war Loewe für sein Design berühmt und konnte dafür entsprechende Preise verlangen. Bei Flachbildfernsehern sind die Design-Spielräume begrenzter.

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