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23.02.2012

10:51 Uhr

Bilanz 2011

Telekom verfehlt die Erwartungen bei weitem

2011 war für die Telekom kein gutes Jahr. Vor allem der geplatzte Verkauf der US-Tochter hat alles umgeworfen. Doch was die Bonner an Überschuss auswies - das lag deutlich unter den Erwartungen.

Telekom-Chef zur Bilanz 2011

Video: Telekom-Chef zur Bilanz 2011

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Düsseldorf/Bonn"2011 war ein schwieriges Jahr." Mit diesen Worten beginnt Telekom-Chef René Obermann die Präsentation seiner Jahresbilanz. Noch bevor er überhaupt eine Zahl genannt hat, versucht Obermann das Ergebnis zu erklären. 

Milliarden-Abschreibungen auf ihre Krisen-Töchter in den USA und Griechenland haben der Deutschen Telekom im vergangenen Jahr die Bilanz verhagelt. Der Überschuss sank 2011 auf 557 Millionen Euro von 1,7 Milliarden vor einem Jahr. Von Reuters befragte Analysten hatten etwa sechs Mal so viel Überschuss erwartet, nämlich 2,95 Milliarden Euro. Im vierten Quartal schrieb die Telekom sogar rote Zahlen: Für Oktober bis Dezember stand ein Verlust von 1,34 Milliarden Euro in den Büchern. Analysten hatten im Schnitt gut eine Milliarde Gewinn im Quartal erwartet.

Die größten Probleme der Telekom liegen abseits des Heimatmarktes. Negativ schlugen vor allem die schlechte Geschäftsentwicklung der griechischen Tochter OTE und von T-Mobile USA zu Buche - letztere verlor 1,7 Millionen der lukrativen Vertragskunden, davon allein 800.000 im vierten Quartal. 

Doch auch in Deutschland läuft es für die Telekom nicht rund. Das Geschäft mit Festnetzanschlüssen ist seit Jahren rückläufig, auch der Mobilfunkbereich wirft nicht mehr so viel Umsatz ab. "Dem deutschen Mobilfunkmarkt wurden allein durch die Senkung der mobilen Terminierungsentgelte rund 850 Millionen Euro Umsatz gegenüber 2010 entzogen", so Obermann.

Kommentar: Obermann braucht mehr Ideen

Kommentar

Obermann braucht mehr Ideen

Die Jahresbilanz der Telekom tut weh: Der Überschuss sank noch deutlicher als erwartet und der geplatzte Verkauf der US-Tochter wirft existenzielle Fragen auf. Telekom-Chef Obermann gehen die Argumente aus.

Das Verfehlen der EBITDA-Prognose von 19,1 Milliarden Euro erklärt der Telekom-Chef mit Währungseinflüssen: "Zu dem Dollar-Kurs, auf dem unsere Prognose basierte, errechnet sich ein Wert von 18,9 Milliarden Euro. Wir weisen ein bereinigtes EBITDA von 18,7 Milliarden Euro aus." Ohne das US-Geschäft hätte die Deutsche Telekom das EBITDA-Ziel erreicht.

Der gescheiterte Verkauf von T-Mobile USA an AT&T hat das Ergebnis des vierten Quartals stark belastet. Dennoch verteidigt Obermann sein Vorgehen. "Ich bin nach wie vor der Meinung, dass dieser Verkauf im Interesse aller Beteiligten gewesen wäre - und damit beziehe ich die Mobilfunk-Kunden in den USA ausdrücklich mit ein." 

Kommentare (8)

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Radiputz

23.02.2012, 09:04 Uhr

Huu, das gewählte Bild erinnert fatal an einen Galgen an dem zwei Klötze hängen und das war wohl auch die Absicht. Klotz eins, das US-Geschäft, Klotz zwei der Aktionär, der eine hohe Dividende erwartet und einfordert.
Ich erhielt gestern einen Anruf von der Telekom, die Stimme es Anrufenden, der mir ein Sicherheitspaket andrehen wollte, was ich nicht brauche, da ich schon eins habe, klang schon sehr verzweifelt und müde, so als hinge auch er schon am Galgen. Schauderhaft welche Hinterlassenschaft der tolle Herr Sommer hinterlassen hat, mit dem sich Obermann herumquälen muß.
Genau wie in der EU und Euro-Politik, da steht auch schon der "Galgen" auf dem Galgenberg und ist für alle gut sichtbar.

Account gelöscht!

23.02.2012, 09:14 Uhr

oh da hatten wir vorgestern wohl das selbe Erlebniss
(siehe mein Beitrag zu: Obermann muss Ideen liefern)

naja danach rief gleich der eismann an und wollte mir den neuen Katalog zukommen lassen. Also noch so ein verzweifelter Laden

GORDONGECKO

23.02.2012, 09:56 Uhr

mittlerweile steht Oberde..... Obermann Herrn Sommer in nichts nach, OTE,gescheiterter Verkauf T-Mobile USA und so weiter und so weiter. Wie kann Frau Illner nur mit so einem.

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