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02.03.2011

10:40 Uhr

Bilanz

Springer enttäuscht trotz Umsatzrekord

Der Medienkonzern Axel hat im vergangenen Jahr operativ so viel verdient wie noch nie. Dank eines Booms im digitalen Geschäft und eines erfolgreichen Auslandsgeschäfts konnte auch der Umsatz deutlich zulegen.

Optimistischer Ausblick: Springer-Chef Döpfner will sein Unternehmen noch profitabler machen. Quelle: dpa

Optimistischer Ausblick: Springer-Chef Döpfner will sein Unternehmen noch profitabler machen.

Berlin

"Auch 2011 werden unsere digitalen und internationalen Aktivitäten das Umsatz- und Ergebniswachstum treiben", sagte Mathias Döpfner bei der Bilanz-Präsentation am Mittwoch in Berlin. Im laufenden Jahr soll der operative Gewinn des Medienkonzerns weiter zulegen. Die Erlöse sollen ebenfalls steigen.

Bei stabilen oder marktbedingt leicht rückläufigen Umsätzen werden die Printmedien des Konzerns laut Döpfner auch 2011 hoch profitabel bleiben.

2010 verdiente vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) 510,6 Millionen Euro, das sind um 53 Prozent mehr als 2009. Der Konzernumsatz legte um 10,8 Prozent auf 2,89 Milliarden Euro zu. Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss sei um 85,5 Prozent auf 283,2 Millionen Euro gestiegen.

Die Aktionäre sollen eine um 40 Cent erhöhte Dividende von 4,80 Euro je Aktie erhalten. kündigte zudem an, die Attraktivität der Aktie mit einem Split im Verhältnis eins zu drei zu erhöhen.

Die Anleger konnte nicht überzeugen. Sie reagierten mit Verkäufen auf die Bilanz des Verlagshauses. Die Aktien verloren rund sechs Prozent auf 18,55 Euro und zählten damit im MDax zu den Schlusslichtern. Viele seien von den Zahlen nicht überzeugt und vermissten einen Ausblick, erklärte ein Händler.

Ebenfalls am Mittwoch teilte den Erwerb von 74,9 Prozent der Anteile an der Berliner Kaufda mit. Das 2009 gestartete Unternehmen sei deutscher Marktführer für Online-Prospekte und elektronische Gutscheine. Kaufda bietet Händlern die Möglichkeit, ihre Prospektwerbung digital zu verbreiten. Verbraucher können beispielsweise zu Hause so Sonderangebote durchstöbern und sich die Filialen der Händler im Umkreis anzeigen lassen.

Zusammen mit mehr als 80 Partnern und großen Internet-Unternehmen wie T-Online oder meinestadt.de erreicht das Kaufda-Netzwerk den Angaben des Unternehmens zufolge über elf Millionen Nutzer in 12 000 deutschen Städten und Gemeinden. Zum Übernahmepreis gibt es keine Angaben. Hinter Kaufda standen bislang mittelbar die Deutsche Telekom, Otto Group und weitere wie StudiVZ-Mitgründer Michael Brehm, Onvista-Gründer Stephan Schubert und Stefan Glänzer, Mitgründer von ricardo.de, die laut Kaufda-Mitgründer und -Geschäftsführer Christian Gaiser ihre Anteile abgegeben haben.

Von

rtr

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