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03.07.2013

09:20 Uhr

Bilanzfälschung

Bewährungsstrafe für drei Ex-Olympus-Manager

Drei frühere Olympus-Spitzenmanager wurden wegen Bilanzmanipulation zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt. Das Gericht in Tokio verurteilte auch Olympus zu einer Strafzahlung.

Ex-Konzernchef Tsuyoshi Kikukawa mit seinen Anwälten. AFP

Ex-Konzernchef Tsuyoshi Kikukawa mit seinen Anwälten.

TokioWegen Bilanzfälschung im großen Stil sind drei frühere Spitzenmanager des japanischen Elektronikkonzerns Olympus zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt worden. Ein Bezirksgericht in Tokio verurteilte Ex-Konzernchef Tsuyoshi Kikukawa am Mittwoch zu drei Jahren Gefängnis. Auch der ehemalige Rechnungsprüfer Hideo Yamada erhielt drei Jahre Haft, Vizechef Hisashi Mori zweieinhalb Jahre. Die Staatsanwaltschaft hatte höhere Strafen gefordert.

Die Konzernführung von Olympus hatte im Herbst 2011 zugegeben, seit den 1990er Jahren in den Bilanzen hohe Verluste von rund 1,3 Milliarden Euro verheimlicht zu haben. Vertuscht wurden die Verluste mit Hilfe undurchsichtiger Beraterhonorare und von Abschreibungen auf vier Firmenkäufe. Den Skandal ins Rollen gebracht hatte der ehemalige Olympus-Chef Michael Woodford, der im Oktober 2011 überraschend entlassen worden war.

Das Gericht verurteilte Olympus zu einer Strafzahlung von 700 Millionen Yen (etwa 5,4 Millionen Euro). Zuvor hatte dem Unternehmen bereits die japanische Finanzaufsicht eine Strafe von 192 Millionen Yen auferlegt. Zudem muss Olympus rund fünf Milliarden Yen Steuern und Bußgelder an den Staat nachzahlen.

Von

afp

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