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21.12.2011

07:22 Uhr

Bilanzskandal

Großrazzia bei Olympus

Der in einen Bilanzskandal verwickelte japanische Kamerahersteller Olympus hat im Tokioter Firmenhauptsitz Staatsanwaltschaft und Polizei zu Besuch. Und nicht nur dort.

Ein Polizist vor der Konzernzentrale von Olympus in Tokio. Reuters

Ein Polizist vor der Konzernzentrale von Olympus in Tokio.

Tokio Japanische Ermittler haben am Mittwoch Geschäftsräume des Kameraherstellers Olympus Corp und Wohnungen früherer leitender Mitarbeiter durchsucht. Ziel der Ermittler ist es, Beweismaterial gegen frühere Top-Manager wegen der Verschleierung von Verlusten in Milliardenhöhe sicherzustellen. Gegen sie soll laut Medien voraussichtlich bis März das Verfahren eröffnet werden.

An der Razzia beteiligte sich eine Sondereinheit der Tokioter Staatsanwaltschaft sowie die Polizei und die Wertpapier-Aufsichtskommission. Als Drahtzieher des Bilanzskandals gelten der frühere Konzernchef Tsuyoshi Kikukawa, Ex-Vize-Chef Hisashi Mori und der frühere Buchprüfer Hideo Yamada.

Hintergrund ist der Bilanzskandal wegen eines Fehlbetrags von umgerechnet 826 Millionen Euro, der das Überleben des 92 Jahre alten und einst renommierten Unternehmens für Foto- und Medizintechnik in Frage stellt.

Nach den mittlerweile revidierten Bilanzberichten für die vergangenen fünf Jahre ist das Vermögen des Unternehmens geschrumpft bis auf zuletzt 46 Milliarden Yen Ende September von 225 Milliarden Yen im März 2007.

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