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25.09.2016

15:24 Uhr

„Bits & Pretzels“

Was Kevin Spacey Start-ups auf den Weg gibt

Kevin Spacey ist Hollywood-Star, Oscar-Preisträger und Investor in Start-ups. Beim Festival Bits & Pretzels erzählt er, was für ihn das Geheimnis erfolgreicher Firmen ist – und warnt vor den Gefahren des Oktoberfests.

MünchenDie Idee einer jungen Firma zu verkaufen, gelingt am besten durch Geschichtenerzählen, sagt US-Schauspieler Kevin Spacey („House of Cards“). Auf dem Start-up-Treffen „Bits & Pretzels“ hat er seine Position am Sonntag eindrücklich vermittelt. Spacey, selbst Investor bei einigen Jungunternehmen, appellierte vor Hunderten Zuhörer in München, dem Kunden das zu geben, was er wolle – und zwar zu einem angemessenen Preis, um nicht zum „Diebstahl“ zu verleiten.

Der US-Schauspieler und Regisseur mit den Organisatoren der „Bits & Pretzels“ Felix Haas (l.), Andreas Bruckschlögl (2.v.r.) und Christian Lohmeier (r.). dpa

Kevin Spacey (2.v.l.)

Der US-Schauspieler und Regisseur mit den Organisatoren der „Bits & Pretzels“ Felix Haas (l.), Andreas Bruckschlögl (2.v.r.) und Christian Lohmeier (r.).

Spacey sagt vor allem Technik, die sich mit virtueller Realität befasst, eine große Zukunft voraus. „Diese Technologie wird immer weiter reichen“, sagte der Oscar-Preisträger. Nichts werde den Menschen künftig mehr Einblicke in neue Welten vermitteln.

Irgendwann werde diese Technik auch die Schulen erobern. „Klassenzimmer sehen immer noch so aus wie vor 100 Jahren“, sagte Spacey. Das werde sich aber ändern. Spacey selbst hat etwa in die Firma WoofbertVR Geld gesteckt, da er an den Boom in diesem Segment glaubt.

Der Schauspieler empfiehlt jungen Gründern, sich nicht zu sehr mit anderen zu vergleichen. „Das sage ich auch zu jungen Schauspielern: Vergleicht Euch nicht mit Leuten, die ganz woanders sind. Da kann man nur verlieren“, sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Konzentriert euch auf das, woran ihr glaubt, was ihr machen wollt – und seid darin die besten. Jedes Schiff erreicht den Hafen zu einer anderen Zeit.“

Spacey, der am Vorabend – in Lederhosen – auf dem Oktoberfest vorbeigeschaut hatte, zeigte sich ziemlich beeindruckt vom größten Volksfest der Welt: „Ich kann nicht glauben, dass Ihr das 16 Tage durchhaltet.“ Das Oktoberfest in virtuelle Realität zu übertragen, sei auch eine interessante Idee. Auf der Bühne sagte er zur Wiesn: „Lassen Sie mich nur ein Wort sagen: „Schnaps – nein, nein, nein!“

Nach Angaben der Organisatoren hat sich das dreitägige Treffen Bits & Pretzels mittlerweile zur größten Veranstaltung dieser Art in Europa entwickelt. Rund 5000 Teilnehmer hatten sich diesmal angemeldet, viele von ihnen kamen – dem empfohlenen Dresscode entsprechend – in Dirndl und Lederhosen zu dem ausverkauften Event. Ihnen gab Spacey zur Wiesn-Zeit auch noch einen wichtigen Rat mit auf den Weg: „Trinkt auch mal Wasser.“

Bei der US-Präsidentschaftswahl will Spacey Hillary Clinton wählen; er sehe keinen US-Präsidenten Donald Trump voraus. „Ich glaube nicht, dass er gewinnt“, so der 57-Jährige zu dpa. Was passiere, wenn Trump doch gewinne, wolle er sich gar nicht ausmalen. Frank Underwood aber, der fiktive, skrupellose US-Politiker, den Spacey in der Erfolgsserie „House of Cards“ spielt, würde Trump aber wahrscheinlich unterstützen, meinte Spacey. „Er würde sich wahrscheinlich entschlossen hinter Donald Trump stellen, um ihn in die richtige Richtung zu schubsen.“

Die ersten Minuten von Spaceys Rede:

Die Schlussworte von Spaceys Rede:

Von

dpa

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