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18.12.2015

15:26 Uhr

Blackberry

Smartphone-Hersteller steigert Umsatz

Blackberry steht seit der Einführung des iPhone von Apple unter Druck. Der einstige Branchenführer treibt schon länger die Neuausrichtung des Konzerns voran. Nun hat der Hersteller überraschend gute Zahlen vorgelegt.

Blackberry hatte mit dem Modell Priv zuletzt erstmals ein Smartphone auf den Markt gebracht, welches das Betriebssystem Android von Google verwendet . ap

Blackberry Priv

Blackberry hatte mit dem Modell Priv zuletzt erstmals ein Smartphone auf den Markt gebracht, welches das Betriebssystem Android von Google verwendet .

TorontoDer Smartphone-Hersteller Blackberry kommt offenbar wieder in ruhigeres Fahrwasser. Der Konkurrenz von Samsung und Apple konnte im abgelaufenen Quartal erstmals seit mehr als zwei Jahren seine Erlöse verglichen mit dem Vorquartal steigern, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Zudem ging der Verlust stark zurück. Experten hatten nicht mit derart guten Zahlen gerechnet. Der Aktienkurs legte vorbörslich kräftig zu.

Der Umsatz lag mit 548 Millionen Dollar zwar fast ein Drittel niedriger als vor Jahresfrist, aber immerhin zwölf Prozent höher als noch im zweiten Quartal. Sowohl im Software-Geschäft als auch bei den Telefongeräten ging es nach oben. Firmenchef John Chen zeigte sich zufrieden mit den Zahlen. Auch für das laufende vierte Quartal kündigte er steigende Erlöse an. Blackberry hatte mit dem Modell Priv zuletzt erstmals ein Smartphone auf den Markt gebracht, welches das Betriebssystem Android von Google verwendet. Die Nachfrage nach dem Gerät sei hoch, sagte Chen, ohne weitere Details zu nennen.

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Der Verlust in den drei Monaten bis Ende November sank auf 89 Millionen Dollar, vor Jahresfrist waren es noch 148 Millionen Dollar. Ohne bestimmte Sonderposten waren es sogar lediglich 15 Millionen Dollar. Blackberry steht seit der Einführung des iPhones von Apple unter Druck. Der einst führende Smartphone-Hersteller hat nur noch einen Marktanteil von weniger als einem Prozent und treibt nun die Neuausrichtung auf das Software-Geschäft voran. Die Kanadier haben bereits eine Rosskur hinter sich, bei der Tausende von Arbeitsplätze gestrichen wurden.

Von

rtr

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