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19.04.2011

15:38 Uhr

Blackberry-Tablet

Start des Playbooks lässt Kunden kalt

VonReuters

Nur wenige Interessierte kommen zum Start des Verkaufs in den USA und Kanada in die Läden.

Nur wenige Kunde greifen nach dem PlayBook. Quelle: Reuters

Nur wenige Kunde greifen nach dem PlayBook.

Noch mehr Konkurrenz für das iPad von Apple: Seit Dienstag ist nun auch das PlayBook des kanadischen Blackberry-Hersteller Research In Motion in den USA und Kanada im Verkauf.

Anders als beim großen Rivalen ließ der Start die Kunden jedoch kalt. Sie tröpfelten nur langsam in nordamerikanischen Geschäften ein, die extra früh geöffnet hatten. Im Zentrum des kanadischen Toronto standen morgens um 7.00 Uhr gerade einmal fünf Interessenten vor der Tür. Beim Start des iPad hatten die Fans vor den Toren campiert, um zu den ersten Käufern zu gehören.

Sichtbar bemüht, einen ähnlichen Hype zu generieren, erwog RIM, die Geschäfte zum Verkaufsstart sogar schon um Mitternacht zu öffnen. Allerdings entschied sich der Konzern dann doch dagegen: „Wir denken, es macht mehr Sinn für Geschäftskunden, am Morgen auf dem Weg zur Arbeit vorbeizukommen“, sagte ein Firmensprecher. „Mitternacht ist eher was für normale Verbraucher.“

Das PlayBook ist in der günstigsten Variante ab 499 Dollar zu haben. Apple hat 2010 fast 15 Millionen iPads verkauft. RIM dürfte nach Reuters-Umfragen bei Experten in einem ähnlichen Zeitfenster drei Millionen seiner PlayBooks an den Kunden bringen. „Er wird nicht in derselben Liga spielen wie das iPad“, sagte Al Hilwa von IDC. „Die Frage ist, verkauft es sich besser als der Xoom, aber schlechter als der Galaxy.“

Der Technologievorreiter Apple hat den Markt für Tablet-PCs mit seinem iPad vor einem Jahr neu erfunden. Seitdem hat fast jeder renommierte Konzern der Branche einen flachen PC ins Programm genommen, etwa Samsung den Galaxy oder Motorola Mobility den Xoom. Für RIM steht viel auf dem Spiel: Mit dem Blackberry, das auch von US-Präsident Barack Obama genutzt wird, hat das kanadische Unternehmen seinerzeit wegen der besonderen Sicherheitsstandards neue Maßstäbe gesetzt.

Doch das Gerät, das vor allem bei Politikern und Managern gefragt ist, bekommt zunehmend Konkurrenz durch das iPhone oder Smartphones mit Android-Software. Das PlayBook ist allerdings anders als das iPad nicht als eigenständiger Mini-Computer konzipiert, sondern dürfte vor allem in Kombination mit dem Blackberry zum Einsatz kommen. RIM setzt mit dem „Spielbuch“ damit offenbar zunächst auf die rund 60 Millionen Blackberry-Nutzer weltweit. In Tests haben Kritiker bemängelt, dass das PlayBook Email- und Organizer-Anwendungen, die man vom Blackberry gewöhnt ist, nicht hat. Dafür ist dann zusätzlich ein Blackberry oder eben ein anderes Smartphone nötig.

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