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18.10.2013

06:44 Uhr

Blendende Quartalszahlen

Probleme hat Google nur mit der Stimme

VonAxel Postinett

Für Google hat sich die Investition in mobiles Internet und Youtube gelohnt. Trotz Preiseinbrüchen bei der Werbung ist der Konzerngewinn deutlich gestiegen. Buchstäblich verstimmt ist nur Google-Chef Larry Page.

Quartalszahlen

Nutzer klicken öfter auf Google-Werbung

Quartalszahlen: Nutzer klicken öfter auf Google-Werbung

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San FranciscoGoogle-Chef Larry Page zieht sich ein Stück weit aus dem öffentlichen Leben zurück. Die Telefonkonferenzen mit Analysten leiten ab jetzt andere. Das wird nicht schwer: Gewinne und Umsätze sprudeln. Die Aktie erreichte Donnerstag nachbörslich ein Allzeithoch.

Bedacht, leise und mit brüchiger Stimme eröffnete Donnerstagnacht deutscher Zeit Google-Chef Larry Page die traditionelle Diskussion mit wichtigen Wall-Street-Analysten. Nach ein paar einleitenden Worten dann eher beiläufig die Überraschung: Der an einer schweren Stimmbanderkrankung leidende 40-jährige Mitgründer des Onlinekonzerns wird an den vierteljährlichen Gesprächen nicht mehr teilnehmen. Er wolle sich „ganz auf die Weiterentwicklung des Unternehmens konzentrieren“, gab es als Erklärung.

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn die Chefs bei der vierteljährlichen Zahlenvorlage fehlen. Apples Steve Jobs war selten da, Amazons Jeff Bezos macht es nach wie vor nie. Andere Silicon-Valley-Größen hingegen stellen sich offensiv den Fragen der Finanzprofis. Marissa Mayer von Yahoo macht es neuerdings sogar in Form einer Art Nachrichtenshow auf dem eigenen Videokanal. Und die ständige Präsenz von Facebook-Chef Mark Zuckerberg nach dem missglückten Börsengang stärkte in schweren Zeiten die Zuversicht von Investoren und Analysten.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Von Krisenkommunikation kann bei Google allerdings nicht ansatzweise die Rede sein. Finanzchef Patrick Pichette und Chief Business Officer Nikesh Arora, die ab jetzt alleine die Konferenzen leiten werden, haben derzeit nur Gutes zu verkünden. Nachbörslich kletterte der Aktienkurs zeitweilig fast acht Prozent bis auf 960 Dollar.

Von Juli bis September kam ein Nettoumsatz von 11,92 Milliarden Dollar zusammen. Alleine der Nettogewinn des Quartals ist mit 2,97 Milliarden Dollar fast dreimal so groß wie der gesamte Umsatz des Konkurrenten Yahoo. In seinem 15. Jahr liefert die einstige Websuchmaschine, mit einem Schrank voller billiger Computer in einer Garage im Silicon Valley gestartet, immer noch solide zweistellige Wachstumsraten. Ein Wachstum von 19 Prozent im eigentlichen Kerngeschäft kompensierte dabei einen Rückgang beim Smartphone-Fertiger Motorola. Der Cash-Bestand summiert sich auf 56 Milliarden Dollar, 46 421 Menschen arbeiten für Google.

Kommentare (1)

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Dannhorst

18.10.2013, 10:27 Uhr

Die Werbefirma Google raubt die Daten der Kunden aus und Kunden geben sich geschlagen, hauptsache sie bekommen ein billiges gerät mit Android, dem Betriebssystem der Werbefirma. Wieso führt Apple eigentlich mit 95 Prozent aller Tablets in Unternehmen, wie Mac-Harry ausführt?

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