Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.09.2015

10:59 Uhr

Blendle im Test

Das kann die neue Zeitungs-App

VonKai-Hinrich Renner

Noch sind längst nicht alle versprochenen 100 Titel bei Blendle verfügbar. Zudem gibt es ein paar Kinderkrankheiten. Wir haben das neue Zeitungs- und Zeitschriftenportal einem Praxistest unterzogen.

Angemeldeten Nutzern präsentiert Blendle ausgewählte Artikel. Screenshot Blendle

Blendle-Startseite

Angemeldeten Nutzern präsentiert Blendle ausgewählte Artikel.

HamburgVermutlich ist Blendle ein Opfer des eigenen Erfolgs. Das Portal, das es seinen Nutzern ermöglicht, einzelne Zeitungs- und Zeitschriftenartikel zu kaufen, hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Titel im Angebot. Das ist wohl richtig, wenn man all die Blätter mitzählt, mit denen das in den Niederlanden ansässige Start-up bereits handelseinig ist. Aber nicht alle von ihnen sind bereits online.

Scrollt man die Leiste mit den verschiedenen Titeln entlang – was bei Blendle, wie beim analogen Blättern, nicht von oben nach unten, sondern von links nach rechts geschieht – ist nach Titel 39, dem Medienmagazin „Journalist“, bereits Schluss. Titel 40, das Kölner Boulevardblatt „Express“ wird nur noch in mattem Schwarz-Weiß wiedergegeben. Darunter steht „Demnächst verfügbar“. Bei den darauffolgenden Blättern verhält es sich ebenso.

Das Kölner Boulevardblatt „Express“ ist erst „demnächst verfügbar“. Screenshot Blendle

Blättern mit Blendle

Das Kölner Boulevardblatt „Express“ ist erst „demnächst verfügbar“.

Offenbar hat die Mannschaft um Blendle-Gründer Marten Blankesteijn nicht damit gerechnet, dass vom Start weg so viele deutsche Verlage auf ihrem Portal vertreten sein wollen. Nun kommt sie mit dem Einpflegen der Blätter kaum nach.

Aber ist das wirklich ein Problem? Schon das Angebot von 39 Titeln – vom Fußballmagazin „11 Freunde“ bis zur „Thüringischen Landeszeitung“, von der „Gala“ bis zum Handelsblatt – ist ausgesprochen üppig. Wer sich ihm über die Funktion „Blättern“ nähert, das eine oder andere Blatt anklickt und in ihm stöbert, kann sich damit schon mal einen ganzen Nachmittag beschäftigen.

Um dem Lesen via Blendle Struktur zu geben, empfehlen die Macher des Portals ihren Nutzern, bestimmte Themengebiete auszuwählen. Davon gibt es 19 zur Auswahl. Sie reichen von „Politik“ bis „Unterhaltung“, von „Verbrechen“ bis „Geist und Seele“. Zusätzlich gibt es noch die Kategorie „Staff Picks“, die Empfehlungen der Blendle-Redaktion enthält.

Bei dem Portal können Leser Artikel aus 19 Themengebieten auswählen. Screenshot Blendle

Blendle-Themenseite

Bei dem Portal können Leser Artikel aus 19 Themengebieten auswählen.

Wer sich bei dem Portal angemeldet hat, erhält täglich einen Newsletter, in dem auf bestimmte Artikel hingewiesen wird. Es ist auch möglich, sich von anderen Lesern inspirieren zu lassen. Wer sich beispielsweise für die Kategorie „Wirtschaft“ entscheidet, erfährt, welche Artikel „Wirtschaftswoche“-Chefredakteurin Miriam Meckel so bevorzugt. Im Ressort „Fußball“ kann man das Leseverhalten von Ex-Profi Jens Nowotny ebenso verfolgen wie die Vorlieben des Fußball-Portals Transfermarkt.de.

Generell ist Social Media für Blendle kein Fremdwort. Alle Artikel können geteilt und mit anderen Nutzern diskutiert werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×