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13.09.2011

13:27 Uhr

BMG Rights Management

Bertelsmann und KKR übernehmen Musikverlag

VonHans-Peter Siebenhaar

ExklusivDer Musikkonzern BMG Rights Management hat den den amerikanischen Musikverlag Bug Music gekauft. Zum Kaufpreis wollte sich das Tochterunternehmen von Bertelsmann und Finanzinvestor KKR nicht äußern.

BMG: Dem Tochterunternehmen von Bertelsmann und KKR gehört nun auch der Musikverlag Bug Music in Los Angeles. Bloomberg News

BMG: Dem Tochterunternehmen von Bertelsmann und KKR gehört nun auch der Musikverlag Bug Music in Los Angeles.

Der Musikkonzern BMG Rights Management ist wieder auf Einkaufstour. Das Tochterunternehmen von Bertelsmann und dem Finanzinvestor KKR erwarb den amerikanischen Musikverlag Bug Music. „Mit diesem Kauf sind wir sehr glücklich, denn die Künstler passen exzellent zu unserem Rechtekatalog“, sagte BMG-Chef Hartwig Masuch gestern. In Unternehmenskreisen ist von einem dreistelligen Millionen-Dollar-Betrag für die Übernahme die Rede. Offiziell wollte sich BMG nicht zum Preis äußern. Die Verträge sind bereits unterschrieben. Der formelle Abschluss der Transaktion werde Anfang Oktober sein, sagte eine BMG-Sprecherin. Das Geschäft wurde von der Bank J.P. Morgan begleitet.

Bug Music wurde bereits 1975 gegründet. Das Unternehmen aus Los Angeles gehört zu den führenden unabhängigen Musikverlagen. Zum Portfolio gehören Songs wie „Fever“ und „What a wonderful world“. Künstler wie Johnny Cash, Woody Guthrie oder Iggy Pop und Ryan Adams sind bei Bug Music.

Bertelsmann ist zusammen mit KKR über BMG Rights Management vor knapp drei Jahren wieder in das Musikverlagsgeschäft eingestiegen. Seither hat BMG die Rechte an mehr als 300 000 Musikwerken erworben. Der letzte große Coup war die Übernahme der Musikfirma Chrysalis (Blondie, David Bowie) für 130 Millionen Euro. Der Kauf von Bug Music ist nach Chrysalis die teuerste Erwerbung.

Schon lange interessierte sich BMG Rights für die kalifornische Firma. Die ersten Kaufverhandlungen im vergangenen Jahr scheiterten jedoch. Ob das bisherige Management von Bug Music bleibt, war gestern noch offen. „Wir suchen für unsere Künstler und die Firma den besten Weg“, sagte eine Firmensprecherin diplomatisch.

BMG interessiert sich auch für Teile des britischen Musikkonzerns EMI. Das bestätigte Bertelsmann-Finanzvorstand Thomas Rabe erst kürzlich. BMG wollte sich gestern zu Details nicht äußern. Das Geschäft mit Urheberrechten von Liedern gilt im Gegensatz zu den rückläufigen CD-Verkäufen als zuverlässiger Geldbringer mit geringem administrativen Aufwand.

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