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15.01.2007

21:29 Uhr

Boomender Spielemarkt

Microsoft strebt mit Xbox-Spielekonsole nach China

Microsoft könnte offenbar innerhalb weniger Monate auch in China seine erfolgreiche Spielekonsole Xbox 360 verkaufen. Brancheninsider berichteten der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, der US-Konzern verhandle seit Ende vergangenen Jahres mit Internet-Anbietern und PC-Herstellern über den Verkaufsstart an dem boomenden Markt.

HB SCHANGHAI. Microsoft stehe auch mit den Ministerien für Kultur und Information in Kontakt, um zu prüfen, ob die Führung in Peking keine Einwände gegen das Produkt hat. Da die Regierung den Inhalt von Videospielen genau untersucht und nur zurückhaltend Lizenzen vergibt, ist ihr Urteil für den Zeitpunkt des Verkaufsstarts besonders wichtig.

„Die Firma verhandelt mit einer großen Zahl möglicher Verkäufer und prüft die Resonanz bei Testspielern. Sie tun alles Mögliche mit dem einzigen Ziel, die Xbox in China so schnell wie möglich zu starten“, sagte der Branchenvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Bislang verkauft Microsoft in China nur PC-Software - lediglich in Hongkong ist die Xbox seit November 2005 erhältlich. Größter Konkurrent auf dem chinesischen Markt dürfte die beliebte Playstation 2 von Sony werden, die dort seit drei Jahren verkauft wird. Auf dem internationalen Markt liefert sich Microsoft derzeit ein Duell mit Sonys Nachfolgemodell Playstation 3 und der neuesten Nintendo-Konsole Wii.

Der Spielemarkt in China wächst rasant - von den 1,3 Milliarden Chinesen nutzen mittlerweile 120 Millionen das Internet. Wegen der hohen Preise der Spielekonsolen sind bislang Internet-Spiele deutlich beliebter. Branchenexperten sind vor allem gespannt, wie teuer die Xbox in China sein wird und wie Microsoft die Piraterie von Spielen verhindern will.

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