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07.01.2016

17:13 Uhr

Breitband-Lücken

Viele Firmen warten auf den Anschluss

Der digitale Wandel ist im vollen Gange – doch viele Firmen sind noch schlecht gerüstet. Vor allem schnelle Internetanschlüsse gelten als wichtiger Standortfaktor. Und wer keinen hat, sitzt auf heißen Kohlen.

Schnelle Internetanschlüsse gelten als wichtiger Standortfaktor für viele Unternehmen. dpa

Internet-Zugang

Schnelle Internetanschlüsse gelten als wichtiger Standortfaktor für viele Unternehmen.

München/BerlinDie Geduldsprobe beginnt in manchen Büros täglich neu direkt nach dem Hochfahren des Rechners: E-Mails gehen nur stockend über den Draht, die wichtige Internetplattform öffnet sich erst beim fünften Anlauf, und an Videokonferenzen ist erst gar nicht zu denken – noch immer fehlt vielen Unternehmen vor allem in ländlichen Regionen der Anschluss an die schnelle Datenautobahn.

Abhilfe soll jetzt auch mit dem Milliarden-Förderprogramm für den Breitbandausbau des Bundesverkehrsministeriums geschaffen werden. Ob es Deutschland damit aber wie geplant schafft, in Sachen Digitalisierung und Industrie 4.0 an der Spitze mitzumischen, bleibt vorerst abzuwarten.

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Insgesamt 2,7 Milliarden Euro an Fördermitteln haben Bund und Länder für den Breitbandausbau eingeplant, die ersten Gelder sind schon auf dem Weg. Ehrgeiziges Ziel dabei: Bis 2018 sollen damit die letzten weißen Flecken auf der Landkarte verschwinden und flächendeckend alle Regionen mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde versorgt sein.

Bisher kann man davon mancherorts nur träumen. In Bayern etwa, das sich sonst oft als High-Tech-Standort rühmt, bleibt das Netz trotz aller Ausbaupläne bisher löchrig, wie der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages, Peter Driessen, beklagt. Immer wieder komme es vor, dass ganze Gewerbegebiete beim Breitbandausbau schlicht vergessen würden.

„Dann schauen die Unternehmen in die Röhre oder müssen sich um teure Ersatzlösungen kümmern.“ Dabei gelte die Breitbandversorgung mittlerweile bei vielen Unternehmen als wichtigstes Infrastrukturkriterium - „noch vor der Energieversorgung oder der Verkehrsanbindung“, sagt Driessen.

Leidvolle Erfahrungen mit dem Thema hat beispielsweise die Firma Amenda Transporte im oberbayerischen Markt Hohenwart gemacht. Seit vielen Jahren plagen sich Dispositionsleiterin Petra Amenda und ihre Mitarbeiter mit der schlechten Netzanbindung.

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