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07.06.2013

16:29 Uhr

Buchhandel

Buchmarkt schrumpft, E-Book-Verkauf wächst

Das Geschäft mit Büchern ist leicht rückläufig. 2012 sank der Buchmarkt um 0,8 Prozent. Auch für die Zukunft sieht es düster aus. Nur das Verkaufsplus bei elektronischen Büchern macht Hoffnung.

Der Markt mit E-Books wird immer wichtiger. Gleichzeitig schrumpft aber der Gesamtmarkt mit Büchern. dpa

Der Markt mit E-Books wird immer wichtiger. Gleichzeitig schrumpft aber der Gesamtmarkt mit Büchern.

Frankfurt/MainDer Verkauf elektronischer Bücher hat im vergangenen Jahr massiv angezogen – bleibt aber noch immer auf vergleichsweise geringem Niveau. Der Anteil elektronischer Bücher am Gesamtumsatz des Buchhandels verdreifachte sich 2012 im Vergleich zum Vorjahr und lag bei 2,4 Prozent, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Freitag in Frankfurt am Main mitteilte. Insgesamt habe der Buchhandel 2012 rund 9,52 Milliarden Euro umgesetzt. Damit sei der Buchmarkt leicht rückläufig gewesen und um 0,8 Prozent geschrumpft.

Der Markt für elektronische Bücher entwickle sich „dynamisch“, erklärte der Börsenverein. Er sei „mittlerweile ein relevantes Segment“. Verlage sähe darin „eine gute Umsatzmöglichkeit“. Weite Teile des Buchhandels vor Ort hingegen befürchteten aufgrund der wachsenden Nachfrage nach elektronischen Büchern Umsatzrückgänge im Geschäft mit gedruckten Büchern. Bis 2015 rechne jede zweite Buchhandlung mit einem Minus beim Umsatz. Dabei werde davon ausgegangen, dass der Umsatz im Schnitt 16 Prozent zurückgehe.

Bei den Verlagen setzten sich elektronische Bücher weiter durch, erklärte der Börsenverein. 84 Prozent wollten künftig in dem Geschäft aktiv sein. 16 Prozent planten weiter ohne E-Books. 54 Prozent der Neuerscheinungen der Verlage würden mittlerweile auch in elektronischer Form veröffentlicht. Nachholbedarf gebe es hingegen beim Bestandsprogramm. Von Gesamtbestand der verfügbaren Titel seien nur 29 Prozent auch als elektronisches Buch verfügbar.

Von

afp

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