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07.10.2014

19:10 Uhr

Buchverlag

Bertelsmann will Anteil an Random House ausbauen

Bertelsmann plant offenbar den Kauf von Teilen oder der kompletten 47 Prozent, die das britische Medienunternehmen Pearson am Buchverlag Penguin Random House hält – und würde seinen Anteil damit weiter ausbauen.

Bertelsmann hält derzeit 53 Prozent an Penguin Random House. dpa

Bertelsmann hält derzeit 53 Prozent an Penguin Random House.

FrankfurtBertelsmann will einem Medienbericht zufolge seinen Anteil am weltgrößten Buchverlag Penguin Random House ausbauen. Der Schritt stehe frühestens nächstes Jahr an, berichtete die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ am Dienstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Der Konzern, der gegenwärtig 53 Prozent an Penguin halte, plane den Kauf von Teilen oder der kompletten 47 Prozent, die das britische Medienunternehmen Pearson an dem Gemeinschaftsunternehmen halte. Bertelsmann und Pearson führten zwar keine Gespräche, die Briten seien aber bereit, sich von ihren Anteil zu trennen und könnten dies gemäß einer Vereinbarung ab Oktober 2015.

Die Geschäftsfelder von Bertelsmann

Bücher

Das Buchgeschäft ist die Keimzelle von Bertelsmann: Gründer Carl Bertelsmann erhielt 1835 die Konzession der preußischen Regierung zur Einrichtung einer Buchdruckerei. Unter dem Dach des Konzerns ist inzwischen die größte Publikumsverlagsgruppe der Welt entstanden: Zunächst unter dem Namen der US-Tochterfirma Random House, seit 2012 in einem Joint Venture mit Pearson, an dem die Gütersloher 53 Prozent halten. Penguin Random House heißt der Gigant mit seinen 11.800 Mitarbeitern.

Fernsehen

Die RTL Group betreibt 53 TV- und 28 Radiosender in neun Ländern Europas sowie Indien. Gerade in Deutschland ist das Unternehmen stark – mit den Stationen RTL, Vox, RTL II, Super RTL, RTL Nitro und n-tv. Bertelsmann hält 92,3 Prozent an der Sendergruppe.

Zeitschriften

Ob „Stern“, „Geo“ oder „Brigitte“: An europäischen Kiosken sind die Zeitschriften von Gruner + Jahr nicht zu übersehen. Bertelsmann hält seit den 70er Jahren die Mehrheit an den Verlag, Ende 2014 will der Medienkonzern die verbliebenen Anteile von der Jahr-Familie kaufen.

Dienstleistungen

Arvato ist die wohl vielseitigste Tochter von Bertelsmann: Die Dienstleistungssparte erstellt digitale Medien, ist im E-Commerce tätig, bietet aber auch zahlreiche Unternehmenslösungen für Kundenpflege, Produktionsplanung und Datenmanagement, außerdem IT-Services. Die Sparte hat mehr als 66.000 Mitarbeiter.

Druck

Bertelsmann gliederte die Druckaktivitäten 2012 in die Sparte Be Printers aus. Diese fertigt Zeitschriften, Kataloge, Prospekte, Bücher und Kalender. Zudem bietet sie Dienstleistungen an. Die Bertelsmann-Tochter betreibt Druckereien in Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien sowie den USA und Kolumbien und hat 6200 Mitarbeiter.

Musik

Musik gehörte lange zum Kerngeschäft von Bertelsmann. Allerdings verkaufte der Konzern 2006 seinen Musikverlag BMG, 2008 gab er auch seinen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen Sony BMG ab und verabschiedete sich so aus dem Tonträgergeschäft. 2013 holten die Gütersloher die Musik vom Finanzinvestor KKR zurück in den Konzern. Das Geschäft gehört zum Bereich Corporate Investments, der alle übrigen operativen Aktivitäten von Bertelsmann umfasst.

Bertelsmann und Pearson wollten sich zu dem Bericht nicht äußern. Bertelsmann hatte im vergangenen Jahr seine Verlagssparte Random House mit dem Konkurrenten Penguin des britischen Mutterkonzerns Pearson zusammengelegt.

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