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29.10.2013

15:45 Uhr

Business-Netzwerk

Xing wirbt mit neuen Funktionen um Premium-Kunden

Das Business-Netzwerk Xing will für zahlende Premium-Kunden attraktiver werden: Sie erhalten neue Funktionen und bekommen bei Partnerunternehmen Vorteile. Xing will so den Rivalen LinkedIn auf Abstand halten.

Mit den neuen Funktionen können Premium-Nutzer vor allem besser analysieren, wer sich ihr Profil bei dem Business-Netzwerk angesehen hat, was die Besucher interessierte und auf welchem Wege sie es erreichten. dpa

Mit den neuen Funktionen können Premium-Nutzer vor allem besser analysieren, wer sich ihr Profil bei dem Business-Netzwerk angesehen hat, was die Besucher interessierte und auf welchem Wege sie es erreichten.

HamburgDas Karriere-Netzwerk Xing bessert das Angebot für seine zahlenden Premium-Mitglieder auf. Sie erhalten neue Funktionen für ihr Profil sowie Vorteilsangebote von Partnerunternehmen, wie Xing am Dienstag ankündigte. Zum Start bekommen sie etwa Zugang zu kostenlosen Arbeitsplätzen beim Büroraum-Anbieter Design Offices sowie für ein Jahr zu Inhalten der Bildungs-App Blinkist.

Mit den neuen Funktionen können Premium-Nutzer vor allem besser analysieren, wer sich ihr Profil bei dem Business-Netzwerk angesehen hat, was die Besucher interessierte und auf welchem Wege sie es erreichten. Xing hat gut 800.000 zahlende Mitglieder bei insgesamt rund 6,5 Millionen Nutzern im deutschsprachigen Raum. Das Geld der Premium-Kunden ist eine zentrale Erlössäule. Die Hoffnung sei nicht nur, neue Kunden für das Premium-Angebot zu gewinnen, sondern auch ganz neue Xing-Mitglieder, sagte Xing-Chef Thomas Vollmoeller.

„Wir haben in den vergangenen Jahren nicht genug für die Premium-Kunden getan“, räumte Vollmoeller ein. Jetzt solle die Premium-Mitgliedschaft zu einer Art großem Business-Club weiterentwickelt werden: „Wir wollen die Online-Welt von Xing weiter mit der Offline-Welt verknüpfen.“ Jedes einzelne der Vorteilsangebote solle bereits ein ausreichender Grund sein, Premium-Mitglied zu werden. Xing hatte den Preis für das Premium-Angebot in diesem Jahr angehoben.

Die zweite Reihe hinter Facebook

Xing

Das Karriere-Netzwerk Xing gehört zu den Frühstartern im Social Web, schon 2003 ging es (damals noch unter dem Namen OpenBC) an den Start, seit 2006 ist es an der Börse notiert. Ende 2012 übernahm das Medienunternehmen Burda die Mehrheit an der Aktiengesellschaft. Zuletzt hatte Xing laut AGOF-Statistik in Deutschland rund 4,8 Millionen Besucher im Monat.

Google+

Das Soziale Netzwerk von Google zählt zu den Spätstartern, es ist erst seit dem Sommer 2011 online. Da der Internet-Riese es mit seinen anderen Diensten verknüpft, ist die Reichweite binnen kurzer Zeit aber schon deutlich gestiegen. Die AGOF erhebt keine Zahlen, laut Comscore waren es im Frühjahr 2013 aber beachtliche 6,7 Millionen Nutzer. Allerdings ist unklar, wie viele diesen Dienst ernsthaft nutzen.

Stayfriends

Mehr eine Datenbank als ein Soziales Netzwerk ist Stayfriends: Auf der Website können Nutzer ehemalige Mitschüler suchen, sortiert nach Schule und Jahrgang. Wer alle Funktionen nutzen will, muss eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen. Laut AGOF hat der Dienst monatlich rund 4,1 Millionen Besucher.

Wer-kennt-wen

Das Netzwerk Wer-kennt-wen will alte Bekannte wieder zusammenbringen. Mittlerweile gehört es vollständig zur RTL-Gruppe. Die Reichweite ist in den vergangenen Monaten deutlich gefallen, die AGOF zählte zuletzt nur noch 2,6 Millionen Besucher im Monat.

Twitter

Der Kurzmeldungsdienst Twitter hat in Deutschland deutlich an Popularität gewonnen. Im März 2013 hatte er laut Comscore 3,7 Millionen Nutzer. Mittlerweile dürften es noch einige mehr sein.

VZ-Netzwerke

Der Absturz ist dramatisch: Einst waren die VZ-Netzwerke das größte Social-Media-Angebot in Deutschland, mittlerweile redet kaum noch einer davon. Im Herbst 2012 verkaufte Eigentümer Holtzbrinck die Netzwerke an die Investment-Gesellschaft Vert Capital. SchülerVZ ist inzwischen geschlossen, StudiVZ und MeinVZ sind noch online, haben aber eine ungewisse Zukunft.

Bei potenziellen Partnern für die Vorteilsangebote werbe Xing lediglich mit dem Zugang zu der potenziell zahlungskräftigen Gruppe der Premium-Mitglieder. „Wir bezahlen nicht mit Kundendaten. Wir haben immer gesagt, dass das nicht in Frage kommt“, betonte Vollmoeller.

Xing, inzwischen eine Tochter des Medienkonzerns Burda, ist zwar der Marktführer unter den Business-Netzwerken im deutschsprachigen Raum. Der Rivale LinkedIn holt aber schnell auf. In den vergangenen zehn Monaten sei die Kundenzahl um gut ein Drittel auf rund vier Millionen gestiegen, hatte der US-Konzern im September mitgeteilt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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XingPet

29.10.2013, 16:47 Uhr

LinkedIn ist amerikanisch. Wer braucht das noch?

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