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27.09.2013

13:31 Uhr

Call-Center-Betreiber

Walter Services streicht über 500 Stellen

Die Call-Center-Branche steckt in der Krise. Nun streicht der angeschlagene Betreiber Walter Services mehr als 500 Stellen. Das Sanierungskonzept des Dienstleisters sieht allerdings weitere Schritte vor.

Kopfhörer liegen in einem Call Center auf der Tastatur eines Computers. Die Branche steckt in der Krise – nun trifft es auch Walter Services. dpa

Kopfhörer liegen in einem Call Center auf der Tastatur eines Computers. Die Branche steckt in der Krise – nun trifft es auch Walter Services.

EttlingenDer angeschlagene Call-Center-Betreiber Walter Services streicht bundesweit mehr als 500 Stellen. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, schließt es bis Ende Oktober den Standort Lübeck mit 269 Beschäftigten und Schutterwald bei Offenburg mit 150 Mitarbeitern. Die Zentrale in Ettlingen bleibe nur als Rumpf erhalten: Dort sollen von den bisher 155 Beschäftigten nur noch 65 Mitarbeiter der Finanz- und IT-Sparte bleiben. Der Großteil der ursprünglich rund 6000 Arbeitsplätze soll aber erhalten bleiben.

Das Sanierungskonzept, das nun dem Amtsgericht Karlsruhe vorgelegt wurde, sieht vor, dass der Dienstleister über Insolvenzpläne saniert wird, seine Strukturen deutlich verschlankt und sich auf ein nicht näher genanntes zukunftsfähiges Geschäft konzentriert.

Größte Callcenter-Betreiber in Deutschland (Umsatz 2011)

Platz 6

Buw Holding

106,1 Millionen Euro

Platz 5

Avocis Deutschland

109 Millionen Euro

Platz 4

SNT Deutschland

120 Millionen Euro

Platz 3

Sitel

121,9 Millionen Euro

Platz 2

Walter Services

190,4 Millionen Euro

Platz 1

Arvato Customer Services

752,7 Millionen Euro

Quelle: callcenterprofi.de

Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

27.09.2013, 16:03 Uhr

Wie schön das man sich die Informationen nach die man sich als Walter Mitarbeiter sehnt nur aus dem Internet erfährt. Das man mal eine Gesprächsrunde macht scheint fehl am Platz. Die MA an den anderen Standorten müssen sich fragen wie sicher ihr Arbeitsplatz noch ist. Aber wozu MA informieren??? Mensch ist ja arbeit....unwichtig...wozu auch...??? Die Walterführung schaut eher auf´s Geld, hauptsache profite machen und was mit den MA wird / ist die schon gekündigt sind ist denen doch scheißegal. Das was gemacht werden muss ist sicher klar, aber dies auf den Rücken der MA auszutragen ist eine bodenlose Frechheit. Wenn man sich dazu entscheidet ein Unternehmen wie WalterServices zu leiten, dann muss man auch an die Leute denken die für einen Arbeiten und sie nicht einfach abschieben als wären sie ein Stück Dreck unter der Schuhsohle. Und man sollte endlich mal die Vorschläge zum Geldsparen von Verdi und den Betriebsräten beachten. Denn wozu erhalten Leute aus dem Adminbereich kostenlose Parkplätze? Wozu werden teure Firmenwagen geleast obwohl es günstigere Alternativen gibt?

EXWalterMA

27.09.2013, 20:14 Uhr

Ich kann der sache einfach nur zustimmen ich selber bin heilfroh den absprung geschafft zuhaben. Trotzalledem verfolge ich den weiteren Verlauf da es schließlich auch um meine Ex Kollegen geht

Anonymus

28.09.2013, 13:32 Uhr

Mal ganz ehrlich, wann hat Walter seine MA jemals über wichtige Themen informiert. Die haben sich seit jeher auf den Buschfunk verlassen und einen mit unwichtigen Mini-Infos abgespeist oder gesagt "Ihr werdet es erfahren, wenn wir denken das es für euch wichtig ist" Im letzten Jahr sind immer mehr aus der Chefetage der einzelnen Standorte abgesprungen und auf nachfragen warum es schon wieder jemand neues gibt, wurde man mit billigen Ausreden abgespeist - aber immer schön weiter Unternehmenstransparenz und Mitarbeiternähe predigen. Es wäre wünschenswert wenn wenigstens jetzt endlich mal Informationen weiter getragen werden, damit jeder genau weiß was ihn erwartet und keiner aus dem nichts getroffen wird, weil die obere Etage denkt es wäre nicht wichtig genug für jeden einzelnen MA.
Mir tun all die leid, die sich schon viele Jahre den Hintern für Walter aufgerissen haben, denn sie sind die wahren Verlierer und nicht die Chefs.

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