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19.03.2004

11:20 Uhr

Canal Plus geht in der Gruppe auf

France Telecom und Vivendi legen ihre Kabel zusammen

Das Telekommunikationsunternehmen fusioniert sein Kabel-TV-Geschäft mit dem des Medienkonzerns Vivendi Universal. Ziel ist eine neue Gruppe mit 1,7 Millionen Kunden.

HB PARIS. Außerdem gab Vivendi am Freitag den Verkauf seines Anteils an dem europäischen Sportrechtevermarkter Sportfive bekannt.

Wie Vivendi weiter mitteilte, geht in der neuen Kabelgruppe der bisher zum Konzern gehörende Bezahl-Sender Canal Plus auf. Mit dem Zusammenschluss solle die Konsolidierung der Branche vorangetrieben werden. Die Fusion erlaube es France Telecom zudem, ihr Engagement im Kabelgeschäft zu begrenzen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung beider Unternehmen zu der in der Nacht zum Freitag unterzeichneten Vereinbarung. Die Partner bleiben demnach Minderheitsaktionäre der neuen Gruppe. Der Vertrag ist bis zum 31. Dezember gültig und muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

Erst vor wenigen Tagen hatte die zu Liberty Media gehörende UnitedGlobalCom den führenden französischen Kabel-TV-Betreiber Noos von dem französischen Versorger Suez gekauft. Dieser Anbieter hat rund 1,8 Millionen Kunden.

Seinen über Canal Plus gehaltenen 46,4-Prozent-Anteil an Sportfive verkauft Vivendi nach eigenen Angaben für 560 Millionen Euro an die US-Investorengruppe Advent International. Advent werde zusätzlich Sportfive-Anteile des TV-Konzerns RTL übernehmen, so dass RTL danach noch mit 25 Prozent an dem Rechtevermarkter beteiligt bleibe, teilte Vivendi weiter mit. An der Spitze von Sportfive solle weiter dessen Gründer Jean-Claude Darmon stehen, wobei noch zu klären sei, wie hoch seine eigene Beteiligung an der Firma künftig sein werde.

Das 2001 gegründete Unternehmen vermarktet unter anderem Fußballclubs wie den AC Mailand und Ajax Amsterdam. Es hat auch die Box-Brüder Wladimir und Witali Klitschko unter Vertrag.

Canal Plus ist derzeit dabei, sich von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereichen zu trennen und die Erlöse zum Schuldenabbau zu nutzen. Der Sportfive-Verkauf muss ebenfalls noch von den Wettbewerbshütern genehmigt werden.

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